Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Turkmenistan: Reise- und Sicherheitshinweise Turkmenistan

Stand - 17.07.2019
(Unverändert gültig seit: 02.07.2019)

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Die innenpolitische Lage ist ruhig. Rund um Großereignisse unter Teilnahme des Präsidenten ist insbesondere in Aschgabat mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu rechnen.
Grenzgebiete, insbesondere zu Afghanistan, aber auch Iran sind besonders sensibel und teilweise von Drogen- und Warenschmuggel geprägt. Es gibt Sperrbezirke und Bereiche, für die besondere Erlaubnisse erforderlich sind.

  • Vermeiden Sie Aufenthalte im unmittelbaren Grenzgebiet zu Afghanistan.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Gefahren bestehen insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Taschendiebstähle kommen in belebteren Gegenden vor.

  • Lassen Sie die übliche Vorsicht vor Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle insbesondere in belebteren Gegenden und nach Einbruch der Dunkelheit walten.
  • Bevorzugen Sie offizielle gelbe Taxis und teilen Sie diese nicht mit Fremden.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie, soweit möglich, bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Turkmenistan liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Der turkmenische Luftverkehr entspricht nicht europäischen Sicherheitsstandards. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat im Februar 2019 Turkmenistan Airlines die Fluggenehmigung entzogen und damit den Einflug in die EU untersagt. Betroffen sind davon auch Flüge von Frankfurt am Main nach Bangkok, Peking, Delhi oder Amritsar mit Zwischenlandung in Aschgabat/Turkmenistan.

Schwierige klimatische und topographische Verhältnisse und beschränkte Kommunikationsmöglichkeiten erschweren das Reisen im Land.
Im Straßenverkehr gibt es erhöhte Gefahren durch mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten der genutzten Fahrzeuge, in kleineren Ortschaften und im Überlandverkehr zudem durch den allgemein schlechten Straßenzustand und unzureichende Beschilderung. Die grüne internationale Versicherungskarte ist nicht gültig. Autofahrer müssen an der Grenze eine Haftpflichtversicherung abschließen. Darüber hinaus müssen ausländische Kraftfahrer eine Zusatzsteuer auf die im Inland subventionierten Kraftstoffpreise in US-Dollar entrichten. Die Höhe dieser Steuer richtet sich nach der voraussichtlich zurückgelegten Strecke in Turkmenistan, so dass Angaben hierzu notwendig sind und lange Wartezeiten an der Grenze einzukalkulieren sind.
Fensterscheiben von Pkw dürfen erst ab der B-Säule mit einer Tönung von maximal 50 % versehen sein.

Ausländische Touristen und Besucher müssen eine Tourismusgebühr von 2,- US-Dollar pro Übernachtung entrichten, die mit den Übernachtungskosten zu entrichten ist.

  • Seien Sie im Straßenverkehr besonders vorsichtig und fahren Sie defensiv.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Unternehmen Sie Touren in die Wüste stets in Begleitung eines erfahrenen lokalen Reiseführers und in Gruppen, nicht allein.
  • Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff und Ersatzteilen mit.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Weiterreise von und nach Iran, Usbekistan, Kasachstan, Aserbaidschan und Afghanistan

Vor der Weiterreise nach Afghanistan wird gewarnt, siehe Reisewarnung Afghanistan.

Die Einreise von und Ausreise nach Iran und Usbekistan ist ausschließlich auf dem Landweg möglich. Es gibt keine direkten Flugverbindungen. Die Abfertigung an den nicht durchgängig geöffneten Grenzkontrollstellen kann mehrere Stunden dauern und mit Schwierigkeiten verbunden sein. Es gibt keinen regelmäßigen grenzüberschreitenden Personenzugverkehr.

Die Einreise von und Ausreise nach Kasachstan ist auf dem Luftweg mit Turkmenistan Airlines, direkt von/nach Almaty möglich. Auf dem Landweg muss mit Problemen bei der Ein- oder Ausreise gerechnet werden, da es gelegentlich zu unangekündigten Schließungen der Grenzübergänge zwischen Turkmenistan und Kasachstan kommt.

Die Einreise von und Ausreise nach Aserbaidschan ist auf dem Luftweg (Lufthansa von/nach Baku) möglich. Eine Fährverbindung über das Kaspische Meer existiert, ist aber unregelmäßig und häufig mit mehrtägigen Verzögerungen, auch auf See, verbunden.

Die Grenzübergänge bei Serhetabat (russisch: Kuschka) und Imam-Nasar sind grundsätzlich geöffnet, eine vorherige Zustimmung der turkmenischen Behörden ist erforderlich, aber nur schwer erhältlich.

  • Informieren Sie sich vor Grenzübertritt über die aktuellen Visavorschriften für die Nachbarländer. Einreisevorschriften an Landgrenzen können von den Regelungen für die Einreise über internationale Flughäfen abweichen.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen unter Männern sind verboten und werden mit Freiheitsstrafe geahndet. Es gibt keine öffentlich gelebte queere Szene in Turkmenistan.

Strafrecht

Bestimmte Gebiete des Landes bedürfen einer besonderen Aufenthaltsgenehmigung; der Aufenthalt dort ohne eine solche Genehmigung ist verboten.

Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist verboten. Der legale Erwerb von Tabakprodukten ist nicht möglich.

Das Fotografieren öffentlicher Einrichtungen ist verboten. Die Löschung der Bilddateien kann veranlasst bzw. das gesamte Filmmaterial beschlagnahmt werden.

Die Ausfuhr turkmenischer Teppiche und Bilder (Gemälde) ohne entsprechende Genehmigung ist verboten.

Illegaler Devisentausch wird mit hohen Geldstrafen und Einbehaltung des eingetauschten Betrags bestraft; auch Haftstrafen sind möglich.

Homosexuelle Handlungen unter Männern, Prostitution und deren Inanspruchnahme sind strafbar. Das gemeinsame Übernachten nicht verheirateter Paare wird manchmal als Prostitution angesehen. Dementsprechend kann es zu Festnahmen und Verurteilungen kommen. Bei Kontrollen von Unterkünften durch den Migrationsdienst kann die Vorlage von Urkunden zum Nachweis des Personenstands gefordert werden. Ausländern unter Prostitutionsverdacht drohen Geldstrafen, Verwaltungshaft und Ausweisung.

Kommunikation

In Turkmenistan gibt es derzeit nur einen Mobilfunkanbieter, TM Cell (Altyn Asyr, turkmenisch). Diverse Newsseiten und Webportale im Internet, nsbesondere soziale Medien, sind nicht zugänglich. Außerhalb besiedelter Gebiete gibt es keine Netzabdeckung. Ausländische SIM-Karten können nur benutzt werden, wenn der ausländische Anbieter ein Abkommen mit TM Cell hat.

Geld/Kreditkarten

Offizielle Landeswährung ist der Turkmenische Manat (TMT).

Der US-Dollar ist inoffizielle Zweitwährung, obwohl er - außer an eigens befugten Stellen wie in internationalen Hotels und am Flughafen - nicht akzeptiert werden darf. Gewisse Dienstleistungen, z. B. Flugtickets, Mobiltelefongebühren oder Hotelübernachtungen, können von Ausländern in der Regel nur in US-Dollar beglichen werden. Bargeldloser bzw. elektronischer Zahlungsverkehr ist häufig nicht möglich.

Kreditkarten von VISA und American Express werden in Aschgabat von einigen wenigen Hotels akzeptiert; jedoch nicht in den Provinzen.

Eine Bargeldversorgung ist über Western Union möglich. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich in der lokalen Währung TMT. Es gibt einige wenige Bargeldautomaten, an denen TMT mittels Visa- oder Mastercard abgehoben werden können. Eine durchgehende Verfügbarkeit ist nicht gewährleistet. Ein Rücktausch von TMT in US-Dollar oder Euro ist nicht möglich. Ausreichend Bargeld, vorzugsweise in US-Dollar, sollte mitgeführt werden. Ein Umtausch von US-Dollar in TMT ist nur in den Banken bzw. deren Filialen sowie am Flughafen Aschgabat möglich und sollte nur im Rahmen des voraussichtlichen Bedarfs erfolgen. Die vorgelegten Banknoten sollten neuwertig und intakt sein. Illegaler Devisentausch ist strafbar.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App „Zoll und Reise“ finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass:  Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Dieses kann vor der Einreise bei den zuständigen Auslandsvertretungen oder unter bestimmten Voraussetzungen bei Einreise („on arrival“) beantragt werden.

Visum vor der Einreise

Die für die Einreise nach Turkmenistan nötige Visumerteilung erfolgt durch die Botschaft von Turkmenistan in Berlin und das  Konsulat von Turkmenistan in Frankfurt am Main, wenn von einer privaten oder offiziellen Stelle in Turkmenistan eine Einladung vorliegt.
Die Einholung der Einladungen und Visa bieten in Deutschland einige Reisebüros als speziellen Service an.
Transitvisa (bis zu fünf Tagen) sind in der Regel direkt bei der Botschaft von Turkmenistan in Berlin erhältlich, die auch weitere Auskunft über die aktuellen Visabestimmungen gibt.

Visum bei Einreise („on arrival“)

Ein Visum am Flughafen wird nur erteilt, wenn Reisende eine zuvor durch den Migrationsdienst Turkmenistans erteilte Visumgenehmigung (Cakylyk – Invitation) vorlegen können. Dabei muss unbedingt das Reisedokument genutzt werden, welches im Genehmigungsverfahren angegeben wurde. Die Höhe der Visumgebühr richtet sich nach der Gültigkeitsdauer und ist in US-$ zu entrichten.

Reisegenehmigungen für Sperr- und Grenzgebiete

Der Geltungsbereich des Visums erstreckt sich nicht auf Sperr- und Grenzgebiete. Beabsichtigte Reisen in Grenzgebiete (z.B. das Welajat Daschogus) und Naturschutzgebiete (z.B. Repetek) sind bereits im Visumverfahren anzuzeigen. Daneben sind gegebenenfalls noch besondere Reisegenehmigungen notwendig, die durch das turkmenische Außenministerium bzw. das Naturschutzministerium erteilt werden. Bei Buchung einer Reise in einem Reisebüro werden die erforderlichen Genehmigungen normalerweise durch das Reisebüro eingeholt.

Registrierung

Alle nach Turkmenistan einreisenden Ausländer müssen sich bei der Einreise an der Grenze registrieren lassen. Die Konsulargebühr beträgt 25,- US-Dollar. Hinzu kommt eine Registrierungsgebühr von rund 15,- US-Dollar, zahlbar in TMT.

Bei Aufenthalten von mehr als drei Tagen (der Tag der Einreise sowie Sonn- und Feiertage nicht mitgerechnet) ist innerhalb dieser Frist eine Anmeldung beim Staatlichen Migrationsdienst Turkmenistans, 744000 Aschgabat, Asady-Straße 63, Tel.:380024, -29, -37 oder -61, in anderen Städten bei dessen Zweigstellen, erforderlich.
Dies gilt nicht für Inhaber von Transitvisa.

Die Anmeldung muss die einladende Stelle oder der Reisende selbst veranlassen; das gilt auch bei Unterkunft in einem Hotel, das eine Bestätigung über die Unterbringung ausstellt, die bei der Anmeldung zusammen mit der Quittung über die bei Einreise gezahlte Registrierungsgebühr vorzulegen ist.
Für die Anmeldung wird außerdem ein biometrisches Passfoto benötigt.
Die Anmeldung wird in Form eines Stempelvermerks in den Pass eingetragen.

Nach der Ausreise muss von der einladenden Stelle eine Abmeldung beim Migrationsdienst erfolgen.

Minderjährige

Turkmenische Minderjährige dürfen nur in Begleitung Erwachsener ein- und ausreisen. Zur Rechtslage für ausländische Minderjährige verweisen die turkmenischen Behörden auf das Visumantragsverfahren.

  • Erkundigen Sie sich schon bei der Visumbeantragung nach notwendigen Unterlagen für Minderjährige.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährung muss deklariert werden.

Mehr als zwei Packungen Zigaretten dürfen nicht eingeführt werden.

Die Einfuhr bestimmter chemischer Substanzen nach Turkmenistan ist verboten. Personen, die auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, sollten daher eine ärztliche Bescheinigung mit sich führen, aus der Befund und Notwendigkeit der Einnahme der mitgeführten Medikamente hervorgeht. Die mitgeführte Menge sollte den Bedarf für den Aufenthaltszeitraum nicht wesentlich übersteigen. Es empfiehlt sich, eine Übersetzung der Bescheinigung in die russische Sprache mitzuführen.

Heimtiere

Das Einführen von Heimtieren ist nur bei vorheriger Anmeldung unter Bereitstellung von Reise- und Besitzerdaten, Tierausweis, Tiergesundheitsbescheinigung und Tierimpfbuch möglich.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Turkmenistan entspricht nicht europäischen Verhältnissen.
Der Genuss von Leitungswasser ist nicht empfehlenswert; wegen Hygieneproblemen und schlechter Wasserqualität sind Durchfallerkrankungen weit verbreitet.
Medikamente sind vor Ort nur schwer – außerhalb Aschgabats im Regelfall gar nicht – erhältlich.
In besonders schweren Fällen von Unfall, Krankheit o.ä. ist es unerlässlich, schnellstmöglich ausgeflogen zu werden.

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht unverändert fort.

Seit September 2014 drohen insbesondere die Terrororganisationen „Al Qaida“ und „Islamischer Staat“ (IS) mit Anschlägen gegen verschiedene Länder und deren Staatsangehörige. Es kam zu einer Reihe von Angriffen mit Schusswaffen, Sprengstoffanschlägen sowie Entführungen und Geiselnahmen.

Auch wenn konkrete Hinweise auf eine Gefährdung deutscher Interessen im Ausland derzeit nicht vorliegen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch deutsche Staatsangehörige oder deutsche Einrichtungen im Ausland Ziel terroristischer Gewaltakte werden.

Als mögliche Anschlagsziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insbesondere Flugzeuge, Bahnen, Schiffe, Busse), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung unterscheidet sich von Land zu Land. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, in denen bereits wiederholt Anschläge verübt wurden oder mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können, oder in denen Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen.

Genauere Informationen über die Terrorgefahr finden sich in den länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden, ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, nach wie vor vergleichsweise gering. Dennoch sollten Reisende sich der Gefährdung bewusst sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (zum Beispiel unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts einzutragen:
Krisenvorsorgeliste

Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse oder Krankenversicherung, ob für Ihre Auslandsreise ein adäquater Krankenversicherungsschutz besteht, der auch die Kosten für einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Ohne ausreichenden Versicherungsschutz sind vor Ort notwendige Kosten (z.B. Behandlungs- bzw. Krankenhauskosten, Heimflug) grundsätzlich vom Betroffenen selbst zu tragen und können schnell alle Ihre Ersparnisse aufzehren.

Es ist in vielen Ländern üblich, dass die von Ärzten bzw. Krankenhäusern in Rechnung gestellten Kosten noch vor der Entlassung zu begleichen oder gar vorzustrecken sind. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Arzt/das Krankenhaus eine Ausreiseverweigerung für den Patienten erwirkt, wenn die Rechnung nicht beglichen wird.

Informationen zu Infektions- und Tropenkrankheiten:

Merkblätter zu häufigen Infektions- und Tropenkrankheiten zum Download

Viele Reiseandenken unterliegen strengen Einfuhrregeln. Informieren Sie sich rechtzeitig!

Bitte informieren Sie sich bereits vor Antritt Ihrer Reise darüber, welche Reiseandenken aus Artenschutzgründen nicht eingeführt werden dürfen. Nicht wenige Touristen erleben bei ihrer Rückkehr eine böse Überraschung, wenn das Erinnerungsstück vom Zoll beschlagnahmt wird oder sogar Strafen folgen. Auch wenn ein exotisches Souvenir noch so sehr durch seine Besonderheit und Einzigartigkeit beeindruckt - viele Tier- und Pflanzenarten, aus denen derartige Souvenirs hergestellt werden, sind in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Diese Souvenirs unterliegen strengen Einfuhrbestimmungen.

Der Zoll und das Bundesamt für Naturschutz haben für Reisende das Online-Portal Artenschutz im Urlaub für Reisende eingeführt. Hierüber können Sie sich genau informieren, welche Souvenirs aus welchen Ländern nach Deutschland eingeführt werden dürfen.

Bitte tragen Sie nicht zum illegalen und schädlichen Handel mit wild lebenden Tieren und Pflanzen bei. Naturschutzorganisationen sowie Umwelt- und Zollbehörden raten dazu, kein Risiko einzugehen und grundsätzlich auf Mitbringsel zu verzichten, die aus Tieren oder Pflanzen gefertigt wurden. Sie empfehlen stattdessen landestypische Textilien, Keramik, Metall- und Glasarbeiten oder Malereien zu erwerben. Grundsätzlich sollten Sie beim Kauf von Tier- und Pflanzenprodukten Vorsicht walten lassen, wenn Sie deren Herkunft nicht nachvollziehen können. So fügen Sie der Tier- und Pflanzenwelt Ihres Ferienlandes keinen Schaden zu.
 

Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema „Sicherheitshinweise“

FAQ

Schlagworte

nach oben