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Gestaltungsmacht durch Partnerschaften: Außenminister Wadephul reist in den Indopazifik
Singapur: Flower Dome und Gardens By The Bay © robertharding
Außenminister Wadephul besucht fünf Partnerländer in Südostasien und im Pazifik.
Außenminister Wadephul besucht mit Singapur, Neuseeland, Tonga, Australien und Brunei fünf Partnerländer in der Indopazifikregion
Der Indopazifik zählt zu den dynamischsten Regionen der Welt und gewinnt für Deutschland und Europa weiter an Bedeutung. Außenminister Wadephul reist erneut in die Region, um bestehende Partnerschaften zu vertiefen und neue Impulse für Zusammenarbeit zu setzen – von Handel und Technologie bis hin zu Fragen internationaler Ordnung und Sicherheit.
In Gesprächen zu Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik geht es darum, Deutschlands Kooperation mit der Region weiter zu stärken und gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen zu entwickeln.
Vor seiner Abreise erklärte Außenminister Wadephul:
Wir leben in einer Zeit, in der alte Gewissheiten bröckeln, auf denen unser Wohlstand und unsere Sicherheit Jahrzehnte ruhten. In einer Zeit, in der das Recht des Stärkeren die Stärke des Rechts zu ersetzen droht. Genau jetzt müssen wir unser weltweites Netz robuster Partnerschaften entlang unserer Kerninteressen ausbauen. Wir wollen bestehende Partnerschaften festigen und neue schmieden.
Für Multilateralismus und internationale Regeln
Die Reise findet vor dem Hintergrund tiefgreifender internationaler Veränderungen statt. Globale Machtverschiebungen, wirtschaftliche Konkurrenz und wachsende Spannungen stellen die regelbasierte internationale Ordnung zunehmend auf die Probe. Mit allen fünf Ländern verbindet Deutschland das Interesse, multilaterale Strukturen zu stärken und eine stabile internationale Ordnung zu verteidigen.
Außenminister Wadephul betonte vor seiner Abreise:
Wir treten gemeinsam ein für klare Regeln im internationalen Miteinander, wenn dieses unter Druck gerät – in Europa wie im Indopazifik. Denn was beispielsweise in der Straße von Taiwan oder im Südchinesischen Meer geschieht, hat weltweite Auswirkungen.
Südostasien als Auftakt und Abschluss der Reise
Erste Station der Reise ist Singapur, einer der weltweit wichtigsten Knotenpunkte für internationalen Handel und technologische Innovation. Dort sind hochrangige Gespräche geplant. Außenminister Wadephul hält zudem eine Rede im Rahmen des International Institute for Strategic Studies (IISS), einem der weltweit führenden Thinktanks für Sicherheits- und Strategieforschung. Außerdem auf dem Programm: ein Besuch bei Schaeffler Hub for Advanced Research, ein zukunftsweisendes Innovationslabor, das beispielhaft für enge Kooperationen zwischen Industrie, Forschung und internationaler Partnerschaft steht.
Singapur steht exemplarisch für offene Märkte und eine regelbasierte Handelsordnung. Der geplante Ausbau der Beziehungen zwischen Deutschland und ASEAN soll die Zusammenarbeit mit Südostasien weiter vertiefen.
Auch Brunei als letzte Station der Reise spielt dabei eine zentrale Rolle: Als aktueller Koordinator der ASEAN-EU-Beziehungen unterstützt das Land eine engere Anbindung Europas an die Region. In Brunei sind ebenfalls hochrangige Gespräche vorgesehen.
Pazifikraum: enge Partner und neue Verbindungen
Mit Australien und Neuseeland besucht Außenminister Wadephul zwei enge Freunde und Wertepartner Deutschlands. Beide Länder sind wichtige politische und wirtschaftliche Akteure im Pazifikraum und spielen eine zentrale Rolle in der regionalen Sicherheitsarchitektur. Vor Ort sind Gespräche mit Regierungsmitgliedern und der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft auf dem Programm.
Außenminister Wadephul wird außerdem den Premierminister von Niue treffen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Niue wird dabei mit der Unterzeichnung offiziell besiegelt und markiert einen wichtigen Schritt zur weiteren Vernetzung Deutschlands im Pazifik.
Tonga und der Blick auf die Inselstaaten
Ein besonderer Akzent der Reise liegt auch auf den Beziehungen zu den Pazifikstaaten. In Tonga begeht Außenminister Wadephul 150 Jahre Freundschaftsvertrag und 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und dem Königreich Tonga.
Deutschland will sein Engagement in der Pazifikregion weiter ausbauen – unter anderem durch eine angestrebte strategische Partnerschaft mit dem Pacific Islands Forum. Mit Beiträgen zum Klimafonds der Regionalorganisation unterstützt Deutschland zudem Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Verantwortung in bewegten Zeiten
Vor seiner Abreise machte Außenminister Wadephul deutlich:
In unsicheren Zeiten ist es an uns, ein sicheres Netz an globalen Partnerschaften weiter zu knüpfen und zukunftsfest zu machen. Denn unsere Freiheit, unser Wohlstand und unsere Sicherheit entscheiden sich nicht alleine in Europa – sondern im weltweiten Zusammenspiel.
Seine Reise unterstreicht: Deutschland setzt im Indopazifik auf Dialog, Verlässlichkeit und Zusammenarbeit – als Beitrag zu Freiheit, Sicherheit und Wohlstand, in Deutschland und weltweit.