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Außenminister Westerwelle zu Syrien: Flüchtlingskatastrophe muss verhindert werden

24.07.2012 - Pressemitteilung

Angesichts der wachsenden Zahl syrischer Flüchtlinge verstärkt Deutschland seine Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen in Syriens Nachbarländern.

In Jordanien wird das Technische Hilfswerk mit Mitteln des Auswärtigen Amts die vollständige Wasserversorgung eines Flüchtlingslagers einrichten. Das Flüchtlingslager Za’atari in der Provinz Mafraq nahe der Grenze zu Syrien wird nach seiner Fertigstellung bis zu 100.000 Flüchtlinge aufnehmen können. Das Auswärtige Amt finanziert dieses Projekt mit 400.000 Euro aus Mitteln der Humanitären Hilfe. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte dazu heute:

„Angesichts der brutalen Gewalt durch das Assad-Regime hat sich die Lage der Menschen in den Konfliktgebieten weiter verschärft.
Der rapide steigende Strom von Flüchtlingen aus Syrien in die Nachbarstaaten bereitet uns allergrößte Sorge.

Wir müssen zusammen mit Syriens Nachbarstaaten alles tun, um eine Flüchtlingskatastrophe zu verhindern.

Mit unserer humanitären Hilfe wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die prekäre Lage der Flüchtlinge dieses schrecklichen Konflikts zu verbessern. Es geht darum, die Nachbarstaaten bei der Versorgung der weit über 100.000 Flüchtlinge zu unterstützen.

Ich fordere das Assad-Regime auf, dringend freien Zugang für alle humanitären Helfer in Syrien zu gewähren.“

Das Technische Hilfswerk realisiert das Projekt im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef, sowie des Flüchtlingshochkommissars der Vereinten Nationen UNHCR.

Das Auswärtige Amt unterstützt mit bislang 8,5 Millionen Euro sowohl die medizinische Betreuung von Opfern des Konflikts in Syrien, als auch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln in den Konfliktgebieten sowie die Versorgung von syrischen Flüchtlingen in den Nachbarländern.

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