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"Deutschland und Frankreich sprechen auch in Brüssel mit einer Stimme"

Staatsminister für Europa Michael Roth mit seiner französischen Amtskollegin Nathalie Loiseau in Paris

Staatsminister für Europa Michael Roth mit seiner französischen Amtskollegin Nathalie Loiseau in Paris, © AA

19.03.2018 - Artikel

Seinen ersten Besuch in Paris nach der Regierungsbildung nutzte Europa-Staatsminister Michael Roth zu einem Gespräch mit seiner französischen Amtskollegin, Europa-Ministerin Nathalie Loiseau.

Im Mittelpunkt ihres Gesprächs standen bilaterale und aktuelle europapolitische Fragen.

Die beiden für Europa zuständigen Minister sind gleichzeitig Beauftragte ihrer Länder für die bilaterale Zusammenarbeit. Sie erörterten Fragen eines neuen Elysee-Vertrags, den der französische Staatspräsident Emmanuel Macron in einer Rede an der Pariser Universität Sorbonne am 26. September 2017 angestoßen hatte und der von beiden Parlamenten am 22. Januar 2018 weitere Unterstützung fand.

Staatsminister Roth sagte:

Nach den langen Monaten des Übergangs, die hinter uns liegen, können Paris und Berlin nun endlich wieder mit Schwung und Ambition am Gelingen Europas weiterarbeiten.

Als Beauftragte für die deutsch-französische Zusammenarbeit werden wir uns an der Arbeit an einem neuen Elysee-Vertrag besonders beteiligen. Unsere beiden Länder müssen noch enger zusammen wachsen. Darin sehe ich eine hervorragende Chance, sich gemeinsam für die aktuellen Bewährungsproben Europas zu rüsten.

Thema: Zukunft von Eurozone und EU

Auf der Agenda stand auch die Reform der Eurozone, die jetzt vorangebracht werden müsse, sowie die französische Initiative, ab April europaweit Bürgerdialoge abzuhalten. Roth versicherte in Paris, dass auch in Deutschland das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft der EU engagiert fortgesetzt wird.

Roth und Loiseau vereinbarten, den Ländern auf dem Westbalkan, die noch nicht der EU angehören, weiter verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Beide wollen dorthin auch gemeinsam reisen. Innnerhalb der EU sei es prioritär, die Einheit und den Zusammenhalt der Mitgliedstaaten zu bewahren und untereinander solidarisch zu sein.

"Berlin und Paris tragen besondere Verantwortung für die Zukunft der EU"

"Schon in den kommenden Wochen werden wir unsere enge Koordinierung im Rat für Allgemeine Angelegenheiten vertiefen. Deutschland und Frankreich sprechen auch in Brüssel mit einer Stimme, sowie kürzlich mit unserem gemeinsamen Standpunkt zum Rechtstaatlichkeitsverfahren. Mit gemeinsamen Reisen sowohl innerhalb der EU als auch in Nachbarstaaten wollen wir zeigen, dass für die deutsch-französische Zusammenarbeit der Zusammenhalt der EU Priorität hat. Denn Berlin und Paris tragen eine besondere Verantwortung für die Zukunft der EU. Wir verstehen uns als Mutmacher und Brückenbauer.“ sagte Roth nach dem Gespräch.

Zum Weiterlesen:

Deutsch-französische Zusammenarbeit

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