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Reise zu Europas Nachbarn: Außenminister Wadephul reist nach Kenia und Äthiopien
Stadtansicht von Nairobi © imageBROKER
Nicht nur geographisch hängen Deutschland und unser Nachbarkontinent Afrika eng zusammen. Was auf der Reise des Außenministers nach Kenia und Äthiopien wichtig wird, lesen Sie hier.
Die Welt verändert sich rasant. Es ist daher wichtiger denn je, unsere Beziehungen zu globalen Schlüsselpartnern auszubauen. Als Nachbarkontinent kommt Afrika dabei eine besondere Bedeutung zu. Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent wirken sich unmittelbar auf Europa aus – sei es in Fragen von Sicherheit, wirtschaftlicher Entwicklung, Migration oder Klimaschutz. Eine enge Partnerschaft mit afrikanischen Staaten ist daher von zentraler Bedeutung für Stabilität, Wohlstand und Sicherheit in unserer gemeinsamen Nachbarschaft.
Vor seiner Abreise betonte Außenminister Wadephul:
Die Seewege vor den Küsten Ostafrikas sind eine der Hauptadern des Welthandels. Der Region rund um das Horn von Afrika kommt dabei besondere strategische Bedeutung zu. Meine erste Reise als Außenminister auf dem afrikanischen Kontinent führt mich daher nach Kenia und Äthiopien.
Kenia: Enger Partner und Stabilitätsanker in der Region
Erste Station der Reise ist Nairobi, wo für Außenminister Wadephul neben den politischen Gesprächen mit seinem Amtskollegen Musalia Mudavadi und dem kenianischen Staatspräsidenten William Ruto auch Termine mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf dem Programm stehen. Im Schulungszentrum eines mittelständischen deutschen Unternehmens in Nairobi wird es um die Ausbildung von Fachkräften und gemeinsame Kooperationen gehen. Außerdem ist ein Besuch des Internationalen Friedensunterstützungsausbildungszentrums geplant.
Dazu erklärte Außenminister Wadephul:
Kenia ist unser engster Partner in der Region und eine echte Säule der Stabilität. In einer von Krisen geprägten Region spielt Kenia eine wichtige Vermittlerrolle – wie in der Vergangenheit etwa in Ostkongo und Südsudan. Kenia ist zudem wichtiger Truppensteller für die Mission der Afrikanischen Union in Somalia.
Weiterreise nach Addis Abeba: Regionaler Frieden und gemeinsame Kooperation
In Addis Abeba wird Außenminister Wadephul mit seinem äthiopischen Amtskollegen Gedion Timothewos über die Lage im Land und der Region sprechen. Auch wirtschaftliche Themen stehen auf der Agenda: Der Außenminister wird sich u.a. mit dem Vorstandsvorsitzenden der größten äthiopischen Fluggesellschaft über Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit austauschen. Dazu wird der Außenminister auf seiner Reise auch von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
Hierzu unterstrich Außenminister Wadephul:
Äthiopien trägt entscheidende Verantwortung für Frieden und Stabilität am Horn von Afrika. Die Lage in Tigray und die Beziehungen mit Eritrea bleiben weiter angespannt. Ich will mit meinem Besuch dazu ermutigen, Lösungen für den friedlichen Interessensausgleich zu finden.
Bekenntnis zum Multilateralismus: Afrikanische Union im Fokus
Addis Abeba ist der Sitz der Afrikanischen Union. Deutschland setzt sich für starke Partnerschaften mit afrikanischen Staaten ein, um Frieden und Sicherheit zu fördern, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und die regelbasierte internationale Ordnung gemeinsam zu stärken. Deshalb stehen auch der Besuch der Afrikanischen Union, hochrangige Gespräche und ein Austausch mit Ständigen Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union auf dem Programm.
Dazu erklärte Außenminister Wadephul vor seinem Abflug:
In einer multipolaren Welt entwickelt sich Afrika immer weiter zu einem Gravitationszentrum. Deswegen wollen wir auch unsere Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union weiter ausbauen. Uns eint dabei der Einsatz für die regelbasierte Weltordnung und eine Zusammenarbeit, in der multilaterale Lösungen nationalen Alleingängen vorgezogen werden.