Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Reisewarnung bis 14.06. – was das für den Sommerurlaub bedeutet

Pressestatement von Außenminister Maas

Pressestatement von Außenminister Maas, © Thomas Koehler/photothek.de

13.05.2020 - Artikel

Derzeit gilt eine weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen. Was bedeutet das für den Sommerurlaub?

Weltweite Reisewarnung gilt fort

Erstmals in seiner Geschichte hat das Auswärtige Amt am 17. März eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Grund hierfür sind der stark eingeschränkte internationale Luft- und Reiseverkehr sowie die Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen, die viele Länder anlässlich der Ausbreitung von Covid-19 erlassen haben. Auch Rückreisemöglichkeiten sind häufig eingeschränkt.

„Wer aktuell ins Ausland reist, weiß nicht, ob er überhaupt wie geplant nach Deutschland zurückkehren kann. Der internationale Flugverkehr liegt am  Boden, viele Grenzen sind geschlossen und es bestehen auch innerhalb der Urlaubsländer Ausgangssperren und Reisebeschränkungen.“ – Außenminister Maas

Da diese Umstände fortbestehen, gilt die weltweite Reisewarnung fort – vorerst bis zum 14. Juni.

Grenzöffnungen in Europa

Die Entwicklungen in der Corona-Epidemie unterscheiden stark sich von Land zu Land. Eine Aufhebung der Reisewarnung könnte daher zunächst für einige Länder oder Regionen erfolgen.

Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele – vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt. – Außenminister Maas

Die Kommission hat am 13. Mai Vorschläge für mögliche Lockerungen gemacht. Auf dieser Grundlage sucht Deutschland die Abstimmung mit europäischen Partnern. Außenminister Maas wird Amtskolleginnen und – kollegen dazu zu einem Nachbarschaftsdialog einladen.

Ziel muss es sein, das Vorgehen in Europa so gut wie möglich abzustimmen, auch wenn sich die Lage von Land zu Land noch unterscheidet. Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf – und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten. - Außenminister Maas

Denn nur wenn die Lockerungen auf beiden Seiten erfolgen, sind Reisen wirklich möglich. Dass trotz Lockerungen im Sommerurlaub mit ungewohnten Einschränkungen gerechnet werden muss, hatte Außenminister Maas bereits zuvor deutlich gemacht: „Die Urlaubsaison 2020 wird ganz anders als wir es zuletzt gewohnt waren, das lässt sich schon jetzt sagen. Und sie wird anders als wir uns das alle unter normalen Umständen wünschen.“

Sind Reisen ab 15. Juni möglich?

Wie sich die Situation im Einzelnen nach dem 14. Juni darstellt, lässt sich gegenwärtig nicht belastbar sagen. Die weitere Entwicklung in Sachen Reisewarnung hängt von den Entwicklungen auch in anderen Ländern ab:

„Wir werden entscheiden müssen nach den Gesprächen mit den europäischen Ländern, mit den Reisezielen, die es nun einmal gibt, wie die Lage im Sommer ist. Und dann wird auch erst zu entscheiden sein, ob der Sommerurlaub möglich ist oder nicht.

Möglicherweise werden wir differenzieren müssen zwischen einzelnen Ländern - je nachdem wie die Situation in dem Land ist. Wenn es in einem  Land eine Ausgangssperre eine Einreisesperre gibt, dann hat sich die Frage eigentlich erübrigt, dann kann man dort auch keinen Urlaub machen.“ – Außenminister Maas

Wortlaut der weltweiten Reisewarnung

Schlagworte

nach oben