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Deutschland und Uruguay: Bilaterale Beziehungen
Ländername: Republik Östlich des Uruguay, República Oriental del Uruguay
Regierungsform: Präsidiale Demokratie mit direkt gewähltem Präsidenten; 2 Kammern mit 30 Senatoren und 99 Abgeordneten, Verfassung von 1967 mit Änderungen von 1989, 1997, 1997 und 2004
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 09.01.1952 (Bundesrepublik Deutschland)
- 24.12.1972 (Deutsche Demokratische Republik)
Seit 170 Jahren unterhalten Deutschland (Preußen) und Uruguay nahezu ununterbrochene bilaterale Beziehungen. Mehr als 10.000 Deutsche leben in Uruguay. In Montevideo gibt es eine große Deutsche Schule, eine evangelische Kirchengemeinde, ein Goethe-Institut, eine aktive deutsch-uruguayische Handelskammer und verschiedene deutsche Clubs. Die politischen Beziehungen sind gut, geprägt von gemeinsamen Werten insbesondere bei Menschenrechten und regelbasiertem Handel. Am 01./02.03.2025 besuchte Bundespräsident Steinmeier das Land anlässlich der Amtsübernahme von Staatspräsident Orsi.
Uruguay importierte 2025 deutsche Waren im Wert von 382 Mio. Euro, vor allem pharmazeutische Produkte, Maschinen, elektrotechnische Produkte, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse. Deutschland importierte im gleichen Zeitraum Waren im Wert von ca. 320 Mio. Euro aus Uruguay, vor allem Land- und Forstwirtschaftsprodukte. Beim erfolgreichen Umbau der Energiematrix Uruguays auf erneuerbare Energien (mehr als 90% Strom aus erneuerbaren Energien) spielte Deutschland eine herausragende Rolle. Heute wird die Zusammenarbeit über die Energiepartnerschaft weiter intensiviert. Dank großzügiger steuerlicher Regelungen in sogenannten „Freihandelszonen“ und für regional tätige Dienstleistungsunternehmen haben mehrere deutsche Unternehmen in Uruguay investiert. Es besteht ein Investitionsschutzabkommen aus dem Jahre 1990.
Uruguay und Deutschland haben sich nachdrücklich für das EU-Mercosur-Abkommen eingesetzt, dessen Verhandlungen Ende 2024 erfolgreich abgeschlossen worden sind und das in Teilen seit dem 01.05.2026 vorläufig angewendet wird.
Deutschland und Uruguay arbeiten weiterhin auf dem Gebiet der Land- und Forstwirtschaft und der Dualen Berufsbildung eng zusammen.
Das Goethe-Institut verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Deutsch-Kursen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung unterhalten Büros in Montevideo. Die DAAD-Repräsentantin fördert den akademischen Austausch. Die Deutsche Schule Montevideo wurde 1857 gegründet und führt seit 2019 das Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“.
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