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Mali: Beziehungen zu Deutschland
Ländername: Republik Mali / République du Mali
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 23.09.1960 (Bundesrepublik Deutschland)
- 19.04.1973 (Deutsche Demokratische Republik)
Regierungsform: Militärregierung
Deutschland genießt in Mali bei Regierung und Bevölkerung einen gleichermaßen guten Ruf als verlässlicher internationaler Partner. Vielen Menschen ist dort präsent, dass Deutschland 1960 als erstes Land die malische Unabhängigkeit völkerrechtlich anerkannt hatte.
Auch nach den Putschen von 2020 und 2021 in Mali sowie dem Ende der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen (MINUSMA) 2023, an der sich Deutschland maßgeblich beteiligt hatte, engagiert sich Deutschland weiter für Sicherheit und Stabilität in Mali. Dabei steht die Eindämmung struktureller Konfliktursachen im Vordergrund.
Die zivile Unterstützung für Mali setzt die Bundesregierung nah an der Bevölkerung fort. Hierzu gehört die Bereitstellung von humanitärer Hilfe zur Linderung von akuter Not sowie strukturbildende Übergangshilfe zur Stärkung der Resilienz der malischen Bevölkerung. Auch die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit sowie ausgewählte Maßnahmen der Stabilisierung werden fortgesetzt.
Schwerpunkte im Kulturbereich sind die Förderung der deutschen Sprache in Mali und die Unterstützung von Kulturzentren und Initiativen, deren Angebote sich an Jugendliche richten.
Der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Mali hat ein relativ geringes Volumen. Trotz des bilateralen Investitionsschutzabkommen von 1977 gibt es bislang kaum Investitionen deutscher Unternehmen in Mali. Ursächlich hierfür sind das schwierige Geschäftsklima sowie die geringen Absatzmärkte für Industrie- und Investitionsgüter in Mali.
Mali ist Unterzeichner des Samoa-Abkommens mit der Europäischen Union vom 15. November 2023. Deutschland unterstützt Mali auch im Rahmen des erneuerten EU-Ansatzes für die Sahelregion sowie von Projekten und Programmen der Vereinten Nationen.
Weitere Informationen
Mali ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: