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Indien: Politisches Porträt

22.11.2023 - Artikel

Als bevölkerungsreichstes Land und größte Demokratie der Welt (1,4 Mrd. Einwohner) ist Indien eine Republik mit 28 Bundesstaaten und acht Unionsterritorien. Die indische Verfassung sieht eine föderale Struktur mit beträchtlichen eigenen Kompetenzen der Bundesstaaten vor. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, von denen die erste alle fünf Jahre nach Mehrheitswahlrecht gewählt wird.

Indien ist durch eine außerordentlich große Vielfalt von Religionen, Sprachen (allein 23 Amtssprachen) und Lebensumständen geprägt. Das Kastensystem wurde offiziell 1949 durch die Verfassung abgeschafft, bestimmt aber in vielen Teilen des Landes immer noch das soziokulturelle Leben.

Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 ist der Grundsatz der Gewaltenteilung von Legislative, Exekutive und Judikative in Kraft. Indien hat eine lebendige Zivilgesellschaft. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sind wichtige Impulsgeber der indischen Demokratie. Die Regierung sucht ihren Einfluss auf Nichtregierungsorganisationen auszudehnen, insbesondere wenn diese Förderung aus dem Ausland erhalten. Die Pressefreiheit wird durch die Verfassung garantiert, ist jedoch immer wieder Anfechtungen ausgesetzt. Politische und wirtschaftliche Interessen wirken auf die Medienlandschaft ein.

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