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Menschenrechtsbeauftragte Kofler zu Anschlag auf Journalisten in Jemen

01.06.2017 - Pressemitteilung

Zum Tod von drei Journalisten in Jemen sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Bärbel Kofler heute (01.06.):

Ich verurteile den Anschlag, bei dem nahe der Stadt Taiz die drei Fotojournalisten Taqi Al-Din Al-Huthaifi, Wael Al-Absi und Sa’ad Al-Nadhari getötet und zwei weitere Journalisten verletzt worden sind, auf das Schärfste.

Unter Einsatz ihres Lebens setzen sich Journalisten dafür ein, dass Konflikte wie in Jemen nicht zu vergessenen Krisen werden. Ich rufe alle Konfliktparteien dazu auf, die Sicherheit von Journalisten zu gewährleisten und die Pressefreiheit zu wahren.

Angesichts der sich weiter verschlechternden katastrophalen humanitären Lage in Jemen ist keine Zeit zu verlieren. Wir rufen alle Parteien auf, die Waffen ruhen zu lassen, humanitären Zugang zu gewähren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur eine politische Lösung kann die humanitäre Krise in Jemen nachhaltig beenden.

Hintergrund:

Am 26.5. wurden nahe der südwest-jemenitischen Stadt Taiz die drei Fotojournalisten Taqi Al-Din Al-Huthaifi, Wael Al-Absi und Sa’ad Al-Nadhari getötet sowie zwei weitere Journalisten verletzt. Jemen gehört zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten: Laut Reporter ohne Grenzen wurden im vergangen Jahr fünf, 2015 sechs Journalisten gezielt oder in Ausübung ihrer Tätigkeit getötet. 2016 wurden 16, 2015 13 Journalisten entführt.

In Jemen herrscht derzeit laut den Vereinten Nationen eine der größten humanitären Krisen weltweit: 18,8 Mio. Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, das Land ist von einem akuten Choleraausbruch betroffen, eine Hungersnot droht. Unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Bärbel Kofler zielt die #nichtvergessen-Initiative des Auswärtigen Amts und einiger Hilfsorganisationen darauf ab, mehr Aufmerksamkeit für Krisen wie in Jemen zu schaffen.

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