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Internationaler Tag der Humanitären Hilfe am 19. August

19.08.2016 - Pressemitteilung

Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, heute (19.08.):

Warten auf Hilfe

"Der heutige Welttag der Humanitären Hilfe lässt uns kurz innehalten und derer gedenken, die bei ihrem Einsatz für Menschen in Not verletzt wurden oder gar ihr Leben verloren haben.

Viel zu oft haben uns in den letzten Monaten Meldungen vor allem aus Syrien und Jemen erreicht, dass wieder einmal Helfer, u.a. Ärzte und medizinisches Hilfspersonal, zum Opfer von Angriffen geworden sind. Ich verurteile diese Angriffe auf das Schärfste! Die Grundprinzipien des humanitären Völkerrechts sind unverhandelbar und müssen von allen Konfliktparteien respektiert werden – denn nur so können die humanitären Helfer den betroffenen Menschen helfen.

Die Arbeit der humanitären Helfer ist wichtiger denn je. Mehr als 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, noch einmal so viele bedürfen aus anderen Gründen, wie Nahrungsmittelknappheit, fehlende Trinkwasserversorgung und zerstörte Infrastruktur humanitärer Hilfsleistungen – traurige Rekordmarken. Deutschland leistet als drittgrößter Geber Humanitärer Hilfe einen großen Beitrag dazu, hilfsbedürftigen Menschen weltweit Unterstützung zu leisten. Wir haben unser Engagement noch einmal erheblich ausgebaut. Wir setzen uns zudem dafür ein, dass auch andere Geber Ihre Zusagen erhöhen.

Beim ersten humanitären Weltgipfel im Mai in Istanbul ist es uns gelungen, wichtige Grundlagen für die Zukunft der Humanitären Hilfe zu schaffen. Dazu gehören das Bekenntnis zu den humanitären Prinzipen und die Weiterentwicklung der Humanitären Hilfe. Der gestiegene Bedarf muss durch ausreichende Mittel gedeckt werden. Die Einbeziehung lokaler Partner ist wichtig für den Erfolg der Hilfsmaßnahmen. Wir wollen humanitäre Hilfe besser planen, um so auf neue Herausforderungen, wie z.B. das El Niño-Phänomen, reagieren zu können. Deutschland hat sich von Anfang an für den Weltgipfel engagiert und ist Vorreiter bei der Umsetzung von Innovationen in der Humanitären Hilfe."

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