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Außenminister Steinmeier zur Lage in Aleppo

11.08.2016 - Pressemitteilung

"Wir müssen dringend dafür sorgen, dass die Menschen in Aleppo jetzt rasch mit Hilfe versorgt werden. Das kann nur geschehen, wenn es gelingt, dass die Waffen schweigen und Helfern ohne Lebensgefahr Zugang zu beiden Teilen Aleppos bekommen, also West-Aleppo, das vom Regime kontrolliert wird als auch Ost-Aleppo, das von der Opposition gehalten wird, Zugang gewährt wird."

Zur Lage in Syrien und Aleppo sagte Außenminister Steinmeier heute gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (11.08.):

Wir müssen dringend dafür sorgen, dass die Menschen in Aleppo jetzt rasch mit Hilfe versorgt werden. Das kann nur geschehen, wenn es gelingt, dass die Waffen schweigen und Helfern ohne Lebensgefahr Zugang zu beiden Teilen Aleppos bekommen, also West-Aleppo, das vom Regime kontrolliert wird als auch Ost-Aleppo, das von der Opposition gehalten wird, Zugang gewährt wird. Der humanitäre Zugang muss unter der Aufsicht der VN laufen und kann nicht der Eigenregie einer Seite des Konflikts unterstehen.

Wir sind in täglichem Kontakt mit den Vereinten Nationen, um zu sehen, wo wir noch mehr helfen können, sobald die Zugänge geschaffen sind. Bereits jetzt sind wir der größte Geldgeber für humanitäre Hilfe in Syrien. Gerade in Aleppo unterstützen wir Krankenhäuser, die Elektrizitätsversorgung, die für die Trinkwasserpumpen entscheidend ist, und helfen den Vereinten Nationen bei der Nahrungsmittelversorgung.

Wir reden aber gleichzeitig auch mit allen internationalen Partners, um einen Ausweg aus dieser katastrophalen Situation in Aleppo zu unterstützen. Dazu habe ich mit dem amerikanischen und dem russischen Außenminister gesprochen. Letzterem habe ich deutlich gemacht, dass Russland als Unterstützer des Regimes sowohl bei der Frage der Waffenruhe als auch beim humanitären Zugang eine besonders große Verantwortung trägt. Eine einseitig ausgerufene dreistündige Waffenrufe pro Tag reicht jedenfalls nicht aus, um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden.

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