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Menschenrechtsbeauftragte zur Verurteilung der iranischen Menschenrechtsverteidigerin Mohammadi

19.05.2016 - Pressemitteilung

Zur gestern bekannt gewordenen Verurteilung der iranischen Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi erklärte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, heute (19.05.):

Ich bin zutiefst bestürzt über die Nachricht, dass die iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde.

Narges Mohammadi engagiert sich seit vielen Jahren gewaltfrei und unermüdlich für die Verbesserung der Menschenrechtslage in Iran, insbesondere auch für die schrittweise Abschaffung der Todesstrafe. Dieses Engagement wurde ihr jetzt zum Verhängnis.

Kein Mensch darf wegen seines politischen und zivilgesellschaftlichen Engagements oder freier Meinungsäußerung inhaftiert oder verurteilt werden!

Ich appelliere an die iranische Justiz, Narges Mohammadi Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und das Urteil umgehend aufzuheben. Mit Blick auf ihren äußerst schlechten Gesundheitszustand sollte sie umgehend aus der Haft entlassen werden.

Iran muss endlich seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen und die Rechte seiner Bürger achten.

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