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Menschenrechtsbeauftragter besorgt über zunehmende Gewalt und Bedrohung von Journalisten im Südsudan

21.08.2015 - Pressemitteilung

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, äußerte heute (21.08.) seine zunehmende Besorgnis über Gewalt und Einschüchterungsversuche gegen Journalisten, die freie Presse und die Zivilgesellschaft im Südsudan:

„Die Nachricht vom Tod des Journalisten Peter Julius Moi, der gestern in Dschuba erschossen wurde, hat mich tief erschüttert. Noch schlimmer ist: er ist nicht der einzige Journalist, der seit Jahresbeginn im Südsudan eines gewaltsamen Todes starb.

Der Tod von Peter Julius Moi folgt kurz auf inakzeptable Einschüchterungsversuche gegenüber Journalisten und auf die Schließung der Zeitungen „Citizen“ und „Al Ray“ durch die Regierung des Südsudans zu Beginn des Monats. Dies gibt Anlass zu großer Sorge. Es darf nicht sein, dass Menschen, die sich für ein friedliches Zusammenleben, Transparenz und die Wahrheit einsetzen, verfolgt und eingeschüchtert werden.

Ich fordere die südsudanesische Regierung auf, Presse-, Meinungs- und Redefreiheit zu respektieren und die freie Berufsausübung durch Journalisten und deren körperliche Unversehrtheit zu garantieren. Die Unterdrückung einer offenen Debatte ist insbesondere auch in Hinblick auf den nationalen Friedensprozess im Südsudan kontraproduktiv.

Südsudan muss die Menschenrechte achten und auf den Weg des Friedens, der Demokratisierung und der wirtschaftlichen Entwicklung zurückkehren.“

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