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Menschenrechtsbeauftragter Strässer zur Ermordung von sechs lokalen Mitarbeitern humanitärer Hilfsorganisationen im Südsudan

07.08.2014 - Pressemitteilung

Nach der Ermordung von sechs lokalen Mitarbeitern humanitärer Hilfsorganisationen in Maban County, Südsudan, erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Christoph Strässer, heute (07.08.):

Die Bundesregierung verurteilt diesen brutalen Akt der Ermordung von sechs lokalen Mitarbeitern humanitärer Hilfsorganisationen auf das Schärfste. Der Schutz von Zivilisten und die Ermöglichung humanitärer Hilfe müssen angesichts der prekären Situation im Südsudan uneingeschränkt gewährleistet werden. Die Bundesregierung fordert die südsudanesische Regierung auf, dieses Verbrechen vollständig aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt den Angehörigen der getöteten humanitären Helfer.

Südsudan steht vor einer Hungersnot, die durch den im Dezember 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieg verursacht worden ist. Ich appelliere an die südsudanesische Regierung und an die Rebellen, die Feindseligkeiten einzustellen und umgehend eine politische Lösung zum Wohle der Menschen im Südsudan zu finden.

Hintergrund:

In Maban County im südsudanesischen Bundesstaat Upper Nile wurden am Anfang dieser Woche sechs lokale Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen (Acted, AAH, Relief International, Norwegian People's Aid) von Angehörigen einer Miliz gezielt getötet.

Im Südsudan sind zwischen rivalisierenden Fraktionen in der südsudanesischen Regierungspartei im Dezember 2013 Kämpfe ausgebrochen, die sich zu einem ethnisch geprägten Bürgerkrieg entwickelt haben. Während Friedensgespräche in Addis Abeba stagnieren, droht Südsudan eine Hungersnot. Die deutsche humanitäre Hilfe für Südsudan beläuft sich für das Jahr 2014 aktuell auf 15,6 Millionen Euro – gegenüber 10,3 Millionen Euro im Jahr 2013. Damit werden deutsche Nichtregierungsorganisationen sowie die von den Vereinten Nationen (VN) geführte internationale humanitäre Hilfe und der "Common Humanitarian Fund" der VN unterstützt.

Zusätzlich werden vom Auswärtigen Amt in Uganda, Äthiopien und Kenia Hilfsprojekte für Flüchtlinge aus Südsudan mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Damit gehört der Südsudan zu den Schwerpunktländern des deutschen humanitären Engagements.

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