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Menschenrechtsbeauftragter zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

03.05.2014 - Pressemitteilung

Anlässlich des Tags der Pressefreiheit erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, heute (03.05.):

Der heutige Tag sollte Anlass geben, sich die überragende Bedeutung der Pressefreiheit nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt vor Augen zu führen. Sie ist zwingende Voraussetzung für eine informierte Meinungsbildung der Bevölkerung und ein Garant gegen Korruption. Die Freiheit der Presse ermöglicht es, als unabhängige Informationsquelle Missstände aufzudecken und trägt so zu einer an demokratischen Werten orientierten Staatenbildung und -erhaltung bei.

Heute gedenken wir aller, die aufgrund der Ausübung dieses Rechts in den Gefängnissen in vielen Teilen der Welt inhaftiert sind sowie ganz besonders derjenigen, die für eine offene Berichterstattung aus Krisengebieten ihr Leben lassen mussten, wie die erst kürzlich in Afghanistan ermordete deutsche Journalistin Anja Niedringhaus. Ihr aller Einsatz für die Freiheit der Presse als Institution ist nicht nur lobenswert, sondern unerlässlich im Kampf gegen vom Staat beeinflusste Meinungsbildung.

Dies gilt insbesondere nicht nur im Bereich der Presse, wie wir sie ursprünglich kennen – als Zeitung, sondern ganz maßgeblich auch für das Internet. Die Verbreitung von Informationen durch das Netz ist eine Chance, die in vielerlei Hinsicht schon genutzt wird. Wo gedruckte Presse unterdrückt wird, kann das Internet aufgrund seiner hier vorteilhaften Anonymität von Nutzen sein.

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