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Erklärung zum 25. Jahrestag des Giftgasangriffs auf irakische Kurden

15.03.2013 - Pressemitteilung

Zum 25. Jahrestag des Giftgas-Angriffs (16.03.) auf das kurdische Halabja im Irak erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, heute in Berlin:

Mit Abscheu denke ich an den furchtbaren Giftgas-Anschlag des Saddam Hussein-Regimes in Halabja. Tausende Menschen verloren dabei ihr Leben oder wurden dauerhaft an Körper und Seele verletzt. Halabja muss uns immer Mahnung sein. Grausame Waffen und deren Einsatz müssen weltweit geächtet sein. Dafür setzen wir uns mit Nachdruck ein.
Der Staat ist dazu da, seine Bürger zu schützen. Das gilt in besonderem Maße für die Schwachen in der Gesellschaft, also etwa für ethnische oder religiöse Minderheiten. Halabja ist ein grausames Beispiel für Gleichgültigkeit und Niederträchtigkeit.

Hintergrund:

Am 16. März 1988 kam es zu einem Giftgasangriff auf Halabja im kurdischen Nordirak nahe der iranischen Grenze. Bei dem Angriff der irakischen Armee kamen ca. 5.000 Menschen ums Leben.

Die politische Verantwortung trug der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein. Für die Durchführung des Angriffs war der damalige irakische Verteidigungsminister und Armeekommandeur Ali Hassan Al-Madjid verantwortlich. Er wurde im Juni 2007 im Zusammenhang mit den so genannten „Anfal“-Angriffen auf kurdische Dörfer zum Tode verurteilt.

Bei den „Anfal“-Angriffen kamen nach Schätzungen von Human Rights Watch zwischen 50.000 und 100.000 Menschen ums Leben.

Kurdische Quellen sprechen sogar von bis zu 180.000 Opfern.

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