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Auswärtiges Amt erhöht humanitäre Hilfe für Somalia um 1,5 Mio. Euro

04.05.2007 - Pressemitteilung

Das Auswärtige Amt stellt angesichts der jüngsten besorgniserregenden Entwicklung in Mogadischu zusätzliche 1,5 Mio. Euro für die Durchführung humanitärer Hilfsprojekte in Somalia zur Verfügung.

Die Diakonie Katastrophenhilfe erhält 500.000 Euro für die Versorgung von Vertriebenen außerhalb von Mogadischu mit Nahrungsmitteln. Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz wird 1 Mio. Euro vor allem für die medizinische Versorgung von Verwundeten und die Unterstützung der Vertriebenen zur Verfügung gestellt. Beide Organisationen verfügen durch ihre erfahrenen örtlichen Partner über vergleichsweise guten Zugang in einem schwierigen Umfeld.

Hierzu erklärte Bundesminister Dr. Frank-Walter Steinmeier:

"Mit den 1,5 Millionen Euro wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die schwierige Situation der Menschen in Somalia wenigstens etwas zu verbessern. Das wird aber dauerhaft nur gelingen, wenn die Gewalt ein Ende findet. Ich rufe die Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und die humanitäre Hilfe nicht länger zu behindern."

Eine Eskalation der militärischen Gewalt, insbesondere das Bombardement von Wohnvierteln, hat seit Februar nach Angaben der Vereinten Nationen zur Flucht von bis zu 400.000 Menschen aus der Hauptstadt Mogadischu geführt. Ihre Versorgung ist u.a. wegen der schwierigen Sicherheitslage nur in sehr eingeschränktem Maße möglich.

Seit Anfang des Jahres 2007 hat das Auswärtige Amt damit über 4 Mio. Euro für humanitäre Hilfe in Somalia zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat das Auswärtige Amt 750.000 Euro für die Versorgung somalischer Flüchtlinge in den Nachbarländern Kenia und Äthiopien bereitgestellt. Deutschland ist derzeit nach den USA zweitgrößter nationaler Geber humanitärer Hilfe für Somalia.

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