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Fragen und Antworten zum höheren Auswärtigen Dienst

26.07.2019 - FAQ

Antworten auf Fragen, die von Bewerberinnen und Bewerbern häufig zum höheren Auswärtigen Dienst gestellt werden

FAQ

Die Angehörigen des höheren Auswärtigen Dienstes haben ein weit reichendes Tätigkeitsspektrum abzudecken, das von der Bearbeitung politischer Fragen über Wirtschaftsförderung und Kulturvermittlung bis hin zur protokollarischen Abwicklung von Staatsbesuchen reicht. Darüber hinaus ist der in dreijährigem Turnus immer wiederkehrende Wechsel des Dienstortes und des fachlichen Aufgabenbereiches ein zentrales Charakteristikum für diese Tätigkeit.

Aus diesen Rahmenbedingungen leitet sich das Anforderungsprofil für den höheren Auswärtigen Dienst ab. An oberster Stelle stehen intellektuelle Flexibilität, Verständnis für politische Zusammenhänge und die Fähigkeit, strategisch zu denken, aber auch Kontaktfähigkeit und ein hohes Maß an interkultureller und sozialer Kompetenz. Die Zusammenarbeit der einzelnen Laufbahnen an den unterschiedlichsten Dienstorten erfordert sowohl Führungskompetenz und Durchsetzungsvermögen, als auch eine ausgeprägte Teamfähigkeit. Wichtig sind darüber hinaus Talent im Umgang mit Sprachen und eine fortgesetzte Neugier auf neue Länder, fremde Kulturen und deren unterschiedliche historische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Traditionen und Besonderheiten.

Bitte bedenken Sie, dass regelmäßige mehrjährige Aufenthalte im Ausland – und das das gesamte Berufsleben - nicht vergleichbar sind mit ausgedehnten touristischen Reisen oder kürzeren Studienaufenthalten. Das Leben im Ausland bringt vielfach auch nicht zu unterschätzende Nachteile und Belastungen mit sich (Berufstätigkeit des Partners oft nicht oder nur eingeschränkt möglich, häufiger Schulwechsel für Kinder, Entwurzelung durch Trennung von Familie und Freunden, extreme klimatische Bedingungen, schlechte Sicherheitslage, mangelnde medizinische Versorgung etc.).

Nur, wenn für Sie in der Abwägung die Vorteile der diplomatischen Laufbahn die Nachteile überwiegen, ist eine Bewerbung beim Auswärtigen Amt sinnvoll. Nutzen Sie, um sich selbst zu testen, bitte folgenden Fragebogen zur Selbsteinschätzung.

Ein „Erfolgsrezept“ zum mühelosen Bestehen des schriftlichen Teils des Auswahlverfahrens gibt es nicht. Die langjährige Erfahrung hat aber gezeigt, dass eine Bewerbung deutlich mehr Aussichten auf Erfolg hat, wenn man zuvor eine intensive Vorbereitung auf den schriftlichen Teil betreibt.

Dazu sollten Sie gleich hier anfangen: Die Webseite des Auswärtigen Amts bietet Ihnen eine Fülle von Informationen über das Haus selbst und über die wichtigsten Themen und Positionen der deutschen Außen- und Europapolitik.

Zur Vorbereitung auf die einstündige politische Analyse und die Fachprüfungen in Recht, Wirtschaft, Geschichte/Politik sowie Allgemeinwissen ist außerdem die aufmerksame und regelmäßige Lektüre der überregionalen Presse unverzichtbar, wobei alle Sparten gleichermaßen studiert werden sollten.

Hinweise zur Vorbereitung auf das schriftliche Auswahlverfahren

Untenstehend findet sich eine Liste mit Literaturhinweisen für die Vorbereitung auf das Auswahlverfahren. Diese Liste versteht sich ausdrücklich nur als Vorschlag. Sie ist weder verbindlich, noch stellen die dort aufgeführten Studienbücher die einzig relevante Vorbereitungsliteratur dar. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten für die Fachprüfungen vielmehr die an ihrem jeweiligen Lerntyp ausgerichtete Literatur bzw. Vorbereitungsmethode finden. Die Literaturliste kann hier nur als ein erster Anhaltspunkt dienen.

Für die Sprachtests empfiehlt sich zur Orientierung die Durchsicht der hier veröffentlichten Sprachtests des früheren Auswahlverfahrens, um den jeweiligen Schwierigkeitsgrad, den Umfang und die Aufgabentypen kennen zu lernen. Auch hier erweist sich eine intensive Auseinandersetzung mit fremdsprachlichen Zeitungen und Zeitschriften (The Economist, Times, Newsweek, Le Monde, El País, etc.) oder Übungsgrammatiken als Vorteil.

Literaturhinweise für die Vorbereitung auf das Auswahlverfahren für den höheren Auswärtigen Dienst PDF / 70 KB

Die Teilnahme am schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens kann beliebig oft wiederholt werden. Ein Scheitern in einem früheren schriftlichen Auswahlverfahren fällt nicht negativ ins Gewicht.

Die Teilnahme am mündlichen Teil des Auswahlverfahrens ist grundsätzlich nur zweimal und mit einem zeitlichen Abstand von vier Jahren möglich, es sei denn der Ausschuss lässt ausdrücklich eine frühere oder weitere Wiederbewerbung zu. Nur wenn eine solche „Wiederholungsempfehlung“ ausgesprochen wurde, werden Bewerberinnen und Bewerber, die bereits einmal am mündlichen Verfahrensteil teilgenommen haben, vor Ablauf der 4 Jahre nach vorheriger Teilnahme bzw. ein weiteres Mal zum Auswahlverfahren zugelassen. Von dieser Möglichkeit macht der Ausschuss nur ausnahmsweise und in begründeten Einzelfällen Gebrauch. Tritt eine Bewerberin oder ein Bewerber von der Teilnahme am mündlichen Verfahrensteil zurück (auch kurzfristig, z.B. aus Krankheitsgründen), kann sie oder er sich in einem folgenden Auswahlverfahren wieder bewerben.

Das Auswahlverfahren muss mit Englisch und einer zweiten Sprache (Arabisch, Bosnisch, Chinesisch, Farsi, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Spanisch oder Türkisch) bestritten werden. Wird im Auswählverfahren eine andere Sprache als Französisch gewählt, so muss vor der Einstellung ein Grundlagentest in Französisch absolviert und bestanden werden, dessen Schwierigkeitsgrad sich an der Grundlagengrammatik sowie am Grund- und Aufbauwortschatz orientiert.

In den internationalen Beziehungen spielen daneben weitere Sprachen eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund ist das Auswärtige Amt an Bewerberinnen und Bewerbern mit guten Kenntnissen in den für die Außenpolitik relevanten Sprachen (insbesondere den oben genannten) interessiert.

Bei der Bewerbung müssen Englisch- und Zweitsprachenkenntnisse grundsätzlich nicht durch Zeugnisse oder Zertifikate nachgewiesen werden. Zeugnisse über Kenntnisse in weiteren Sprachen und in besonderen Sachgebieten legen Sie bitte nach Ihrer Einladung ins mündliche Auswahlverfahren vor. Wichtig ist dabei der Nachweis der Gesamtdauer der besuchten Sprachkurse und -stunden.

Nein. Bewerben kann man sich mit einem entsprechenden Abschluss der unterschiedlichsten Fachrichtungen. Es besteht jedoch ein besonders großer Bedarf an Juristinnen und Juristen, besonders „Volljuristen“ mit der Befähigung zum Richteramt, sowie an Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Entscheidend für ein Einstellungsangebot ist jedoch allein das erfolgreiche Abschneiden im Auswahlverfahren.

Aus diesen Gründen empfiehlt das Auswärtige Amt den Interessenten am höheren Dienst keine spezifischen fachlichen Studiengänge, sondern rät, sich bei der Wahl des Studiengangs an den eigenen Interessen und Stärken sowie an möglichen beruflichen Alternativen zu orientieren.

Das Bundesbeamtengesetz (BBG) fordert in § 17 Absatz 5 als Bildungsvoraussetzung für die Laufbahn des höheren Dienstes „ein mit einem Master abgeschlossenes Hochschulstudium“ oder einen gleichwertigen Abschluss. Es muss sich somit um einen Abschluss einer in Deutschland anerkannten Hochschule handeln, die berechtigt ist, diese Abschlüsse bzw. akademischen Grade zu verleihen. Master werden in Deutschland nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) bei konsekutiven Studiengängen i.d.R. nach 5-jähriger Regelstudienzeit im Vollstudium verliehen. Dafür werden i.d.R. 300 ECTS-Punkte benötigt. Eine Masterarbeit ist obligatorisch (Beschluss vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010).
Mit gleichwertigen Universitätsabschlüssen nach älteren Studienordnungen (z.B. Staatsexamen, Diplom, Magister) werden diese Bildungsvoraussetzungen ebenfalls erfüllt.

Lehramtsstudiengänge, die mit einer Staatsprüfung abgeschlossen werden, eröffnen nur dann den Zugang zum höheren Auswärtigen Dienst, wenn sie zum Unterricht in der Sekundarstufe II berechtigen.

Ein Bachelor-Abschluss allein ist in keinem Fall ausreichend.

Ferner müssen nach § 17 Absatz 6 BBG Vor- und Ausbildung [...] geeignet sein, die Befähigung für die Laufbahn zu vermitteln. Bei Studiengängen im künstlerischen Bereich wird eine Einzelfallprüfung vorgenommen.

Ja. Bei dem vorgeschriebenen Hochschulabschluss handelt es sich um eine Einstellungsvoraussetzung, die erst bei der Einstellung, i.d.R. Anfang Juli des auf die Bewerbung folgenden Jahres, erfüllt sein muss. Für die Bewerbung reicht der glaubhafte Nachweis des voraussichtlich rechtzeitigen Bestehens der Abschlussprüfungen (z.B. durch Vorlage eines Schreibens des Prüfungsamtes) aus. Das Hochschulzeugnis kann bis spätestens Ende Juni des Folgejahres nachgereicht werden.

Kann der vorgeschriebene Hochschulabschluss jedoch nicht rechtzeitig vorgelegt werden, erfolgt keine Einstellung, da das Angebot zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst jeweils nur für den konkreten Einstellungstermin gilt.

Nach den geltenden Regelungen erfüllen die Masterabschlüsse akkreditierter Studiengänge an Fachhochschulen ebenfalls die geforderten Bildungsvoraussetzungen. Eine entsprechende Auflistung findet sich auf den Internetseiten der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland.

www.akkreditierungsrat.de

Mit einem FH-Diplom werden die Bildungsvoraussetzungen für diese Laufbahn jedoch nicht erfüllt.

Ja, unter der Voraussetzung, dass Ihr an einer ausländischen Hochschule erreichter Hochschulabschluss einem Master einer deutschen Hochschule gleichwertig ist. Die Entscheidung darüber trifft das Auswärtige Amt als Einstellungsbehörde im Einzelfall. Es stützt sich dabei im Wesentlichen auf eine gutachterliche Äußerung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz (KMK), die in dieser Prüfung nicht nur den zuletzt im Ausland erreichten Akademischen Grad bewertet, sondern den gesamten Studienverlauf berücksichtigt.

Das Auswärtige Amt nimmt bei der abschließenden Prüfung der Gleichwertigkeit eine Gesamtabwägung der Umstände vor.

Vorabprüfungen im Vorfeld einer Bewerbung werden wegen des sehr umfangreichen Prüfungsaufwands seitens der ZAB nicht vorgenommen. Nur für den Kreis der Bewerberinnen und Bewerber, die zum mündlichen Teil des Auswahlverfahrens eingeladen werden, wird die erforderliche Einzelfallprüfung rechtzeitig eingeleitet. Einzelheiten dazu werden in der Einladung zum mündlichen Auswahlverfahren mitgeteilt.

Im Vorfeld einer Bewerbung können Sie sich bereits anhand des Informationssystems zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse in der ANABIN-Datenbank näher über die Entsprechung Ihres im Ausland erreichten Abschlusses orientieren. Informationen der KMK zum Anerkennungsverfahren finden Sie hier:

anabin - Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse

Informationen der Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen

Sofern Interessenten für den höheren Auswärtigen Dienst noch vor der Wahl eines Studiengangs stehen, wird außerdem empfohlen, schon bei der Wahl eines ausländischen Studiengangs auf die allfällig angestrebte Gleichwertigkeit zu achten.

Nein. Der höhere Auswärtige Dienst ist eine Sonderlaufbahn, für die die Laufbahnbefähigung durch die Ableistung des Vorbereitungsdienstes und das Bestehen der Laufbahnprüfung erworben wird.

Sie sollten sich nur für die Laufbahn bewerben, in der Sie sich vorstellen können, Ihr gesamtes Berufsleben zu verbringen. Der Aufstieg in die nächsthöhere Laufbahn ist stets die Ausnahme und setzt zunächst mehrjährige berufliche Bewährung und dann die erneute erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren voraus.

Seit Inkrafttreten der Bundeslaufbahnverordnung (BLV) vom 12.02.2009 gibt es für die Einstellung in die Laufbahnen des Auswärtigen Dienstes keine Höchstaltersgrenze mehr. Aus haushaltsrechtlichen Gründen dürfen Berufungen in ein Beamtenverhältnis grundsätzlich jedoch nur erfolgen, wenn

  • der Bewerber oder die Bewerberin das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder
  • ein außerordentlicher Mangel an gleich geeigneten jüngeren Bewerberinnen und Bewerbern besteht und die Berufung einen erheblichen Vorteil für den Bund bedeutet.

§ 48 BHO (Bundeshaushaltsordnung) sieht Ausnahmefälle unter gewissen Voraussetzungen vor. Über die Entscheidung über die Berufung in das Beamtenverhältnis trifft für seinen Geschäftsbereich das Auswärtige Amt.

Nein. Zwar bringen nach Wegfall der Höchstaltersgrenze mehr Bewerberinnen und Bewerber Berufserfahrung mit. Das bedeutet aber nicht, dass sie per se bessere Chancen haben. Tatsächlich setzen sich anteilig ähnlich viele Bewerberinnen und Bewerber durch, die ihr Studium gerade erst beendet haben. Sie sollten sich also bewerben, sobald Sie sicher sind, die diplomatische Laufbahn einschlagen zu wollen.

Uneingeschränkte gesundheitliche Eignung bedeutet, dass Ihre Gesundheit so widerstandsfähig sein muss, dass das Auswärtige Amt Sie an jedem seiner Dienstorte und dann jeweils mehrere Jahre einsetzen kann. Auch Ihre Familienangehörigen (Ehe- oder Lebenspartner/innen, Kinder) sollten über eine solche robuste Gesundheit verfügen, auch sie werden anlässlich der Einstellung und ggf. vor, während und nach einer Verwendung auf einem gesundheitsgefährdenden Dienstort zu einer Gesundheitsuntersuchung aufgefordert.

Faktisch bedeutet dies, dass Sie nicht auf (fach-)ärztliche Versorgung angewiesen sind oder z.B. keine seltenen und/oder schwer zu beschaffenden Medikamente einnehmen müssen. Sie müssen also auch an Dienstorten mit mangelhafter ärztlicher, medikamentöser oder sonstiger medizinischer oder prothetischer Versorgung zurechtkommen, ohne Schaden zu nehmen.

Zusätzlich dürfen Sie nicht anfällig für klimatische Extremsituationen oder Umweltbelastungen sein. Große Hitze und Feuchtigkeit müssen Sie ebenso im normalen Rahmen ertragen können wie Kälte oder Smog. Dies kann beispielsweise die gesundheitliche Eignung von Asthmatikern oder Herzkranken, aber auch von Menschen mit einem zu hohen (krankhaften) Körpergewicht, z.T. erheblich einschränken.

Wenn Sie einmal an bestimmten Krankheiten gelitten haben und diese inzwischen vollständig auskuriert und geheilt sind, ohne dass Probleme zurückgeblieben oder laufende Kontrollen notwendig sind, bedeutet dies i.d.R. keinen Mangel an gesundheitlicher Eignung. Der Klärung all dieser Fragen dient die vorgeschaltete „Tauglichkeitsuntersuchung“.

Sollten Sie die oben genannten Bedingungen nicht erfüllen, stellt dies einen Mangel an Eignung dar und wird in der Regel zur Ablehnung Ihrer Bewerbung führen müssen, selbst wenn Sie die übrigen Teile des Auswahlverfahrens erfolgreich bestanden haben sollten. Wir empfehlen Ihnen daher, eventuelle Zweifel über das Kontaktformular rechtzeitig mit dem Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts aufzunehmen. Trotzdem wird immer das Urteil des untersuchenden Arztes oder der untersuchenden Ärztin des Gesundheitsdienstes entscheidend bleiben.

Für Bewerberinnen und Bewerber mit anerkannter Schwerbehinderung (mind. 50 GdB) oder gleichgestellte behinderte Menschen (GdB von weniger als 50, aber wenigstens 30) gelten andere Vorgaben und Maßstäbe.

Vor Beginn Ihrer Tätigkeit im Auswärtigen Dienst wird eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) vom 20. 4. 1994 zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 07.12.2011 (BGBl. I S. 2576), durchgeführt. Die Einstellung in den Auswärtigen Dienst ist auch vom Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung abhängig.

Sie und ggf. Ihre Partnerin / Ihr Partner müssen der Durchführung einer Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG zustimmen. Mehr Informationen:

Gesetz über die Voraussetzungen und das Verfahren von Sicherheitsüberprüfungen des Bundes

Nein. Einen Ausweichtermin zum schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens gibt es aus rechtlichen und organisatorischen Gründen nicht. Die Prüfung findet an einem Tag zeitgleich in mehreren Städten Deutschlands statt. Es ist nicht möglich, diesen Verfahrensteil an einer deutschen Auslandsvertretung zu absolvieren.

Nein. Der mündliche Teil des Auswahlverfahrens dauert einen Tag innerhalb eines mehrwöchigen Zeitraums, der sich i.d.R. von Ende November bis Mitte Januar erstreckt. Allen Bewerberinnen und Bewerbern wird der persönliche Vorstellungstag innerhalb dieses Zeitfensters in einem Losverfahren zugeteilt. Ein Termintausch ist in sehr begrenztem Umfang möglich, sofern sich ein geeigneter „Tauschpartner“ findet.

Nein. Das Auswahlverfahren bezieht sich jeweils auf einen konkreten, durch öffentliche Ausschreibung angekündigten Einstellungstermin (i.d.R. Anfang Juli des Folgejahres). Das Auswärtige Amt trifft unter allen Bewerbungen für diesen Einstellungstermin eine Bestenauslese und stellt jeweils ein in sich abgeschlossenes Verfahren dar.

Das Auswärtige Amt berücksichtigt die besondere Situation schwerbehinderter Bewerberinnen und Bewerber. Von ihnen wird bei der Einstellung nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Uneingeschränkte gesundheitliche Einsetzbarkeit an allen Dienstorten wird von ihnen nicht gefordert. Vielmehr genügt je nach Art der Behinderung Einsetzbarkeit in gemäßigten Klimazonen oder an Dienstorten mit ausreichender ärztlicher Versorgung. Hinsichtlich der sonstigen Eignung, insbesondere der beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten, gilt uneingeschränkt das Leistungsprinzip im Wettbewerb mit anderen, nichtbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern.

Die Messinstrumente des Auswärtigen Amts für die gemäß Stellenausschreibung geforderten Kriterien „überdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit“ und „gute Sprachkenntnisse“ sind ein psychologischer Eignungstest sowie zwei Sprachtests. Offensichtliche Nichteignung gemäß § 165 SGB IX liegt dann vor, wenn im psychologischen Eignungstest keine höhere Einstufung als „ungeeignet“ und in beiden Sprachtests kein besseres Ergebnis als „ungenügend“ erzielt wird.

Zur Klärung weiterer Einzelfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akademie Auswärtiger Dienst telefonisch oder per E-Mail gerne zur Verfügung.

Nach erfolgreich absolviertem Vorbereitungsdienst beginnt man im höheren Dienst mit A13 (Bundesbesoldungsordnung A). Das tatsächliche Bruttogehalt hängt vom Rang, der Berufserfahrung, dem Dienstort und dem Familienstand ab.

Während eines Auslandsaufenthalts erhöht sich das versteuerbare Bruttoinlandsgehalt um einen steuerfreien Auslandszuschlag, welcher in 20 Stufen eingeteilt ist und entsprechend der Lebensbedingungen am Ort variiert.

Verdienstmöglichkeiten während des Vorbereitungsdienstes und direkt nach der Laufbahnprüfung können Sie dieser Übersicht entnehmen:

Monatliche Bruttobezüge im höheren Auswärtigen Amt
Euro
während des Vorbereitungsdienstes im Inland (brutto)

Anwärter/in, ledig

1.534,68

bei einschlägiger beruflicher Vorerfahrung zzgl. eines Zuschlags in Höhe von 50 Prozent auf das o.a. Grundgehalt

Anwärter/innen mit 2. jur. Staatsexamen erhalten einen Zuschlag in Höhe von 100 Prozent auf das o.a. Grundgehalt

ggf. zzgl. Familienzuschlag für verheiratete Anwärter/innen bzw. Anwärter/innen in eingetragener Lebenspartnerschaft und ggf. Kindergeld entsprechend der gesetzlichen Regelungen

Einstiegsgehalt nach der Laufbahnprüfung (brutto) in der Zentrale in Berlin oder Bonn

Legationsrat/Legationsrätin, A13, Erfahrungsstufe 1, ledig

4.592,40
Legationsrat/Legationsrätin, A13, Erfahrungsstufe 1, verheiratet, zwei Kinder4.992,82
Einstiegsgehalt an der Botschaft London (inklusive Auslandszuschlag für Zonenstufe 2)
Legationsrat/Legationsrätin, A13, Erfahrungsstufe 1, ledig5.976,07
Einstiegsgehalt an der Botschaft Kinshasa (inklusive Auslandszuschlag für Zonenstufe 20, Kindergeld und Familienzuschlag)
Legationsrat/Legationsrätin, A13, Erfahrungsstufe 1, verheiratet, 2 Kinder)11.740,37

( Stand 07.2019, alle Angaben ohne Gewähr)

Eine Zusammenstellung von Fragen und Antworten zum Auswärtigen Dienst im Allgemeinen finden Sie hier.

Sollte Ihre Frage auch dort nicht beantwortet werden, nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ausbildungsleitung des höheren Auswärtigen Dienstes auf.

Auf zahlreichen Informationsveranstaltungen in ganz Deutschland informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Dienstes über ihre Tätigkeit und beantworten gerne Ihre Fragen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Dienst!

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