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Dialog für mehr Klimaschutz

04.09.2019 - Artikel

Die Klimaaußenpolitik der Bundesregierung setzt sich im Wesentlichen aus drei Säulen zusammen: der Unterstützung der internationalen Klimapolitik, der Auseinandersetzung mit den sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels sowie dem Klimaschutz-Dialog mit dem Ausland.

Im Rahmen des Klimaschutz-Dialogs mit dem Ausland sind aus Sicht des Auswärtigen Amtes zwei Botschaften zentral:

Windrad am Rostocker Überseehafen
Windrad am Rostocker Überseehafen© BMU / Thomas Härtrich

Klimawandel als Sicherheitsrisiko, Klimaschutz als Chance

Zum einen ist der Klimawandel ein Sicherheitsrisiko. Er kann zusammen mit anderen Faktoren die Stabilität von Staaten und Gesellschaften gefährden und geopolitische Spannungen auslösen oder verstärken. Die Klimadiplomatie zielt darauf ab, Spannungen durch den Ausgleich von Interessen zu mindern, Konflikte frühzeitig zu erkennen und auf deren Lösung hinzuarbeiten. Ein wachsendes Bewusstsein für die sicherheitspolitische Bedeutung des Klimawandels kann zudem dazu beitragen, dass Staaten sich in die VN-Klimaverhandlungen stärker als bisher einbringen, nach innen eine ambitionierte Klimaschutzpolitik verfolgen und ihre im Pariser Klimaabkommen gegebenen nationalen Zusagen umsetzen.
Daneben bietet der Klimaschutz die Chance, nachhaltige Entwicklung und Wirtschaftswachstum zu verbinden. Investitionen in klima- und umweltfreundliche Technologien bieten Job- und Wachstumsperspektiven. Gleichzeitig verringern sie Umweltverschmutzung und deren Kosten. Die Klimadiplomatie verfolgt daher das Ziel, durch internationalen Technologie- und Wissenstransfer nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Der Instrumentenkasten

Die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf eine Region hängen von den sozialen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab. Um Klimawandelfolgen angemessen zu begegnen, müssen die politischen Gegebenheiten vor Ort beachtet werden. Die Ortskunde und politische Sachkenntnis der Auslandsvertretungen ist daher ein entscheidender Baustein für den Erfolg unserer Klimaaußenpolitik. Sie identifizieren Interessen vor Ort, unterstützen den internationalen Wissensaustausch und fördern die bi- und multilaterale Zusammenarbeit. 

Ein wichtiges Instrument, um den Klimaschutz-Dialog zu führen, sind die AA-Klimadiplomatieprojekte. Das sind zum Beispiel Dialogveranstaltungen, Workshops, Seminare oder auch Journalistenfortbildungen. Dabei steht der Austausch mit Entscheidungsträgern aus der Politik im Mittelpunkt. Daneben legt das Auswärtige Amt aber auch besonderen Wert darauf, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eng einzubinden.

Weitere Informationen

Hier finden Sie die Berichte des der Klimakonvention beigeordneten Ausschusses „Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)“ zu den Risiken, Vermeidungs- und Anpassungsstrategien des Klimawandels in englischer Sprache:

Sachstandsberichte des IPCC (AR 1-5)

Hier finden Sie weitere Informationen auf der Webseite des Bundesumweltministeriums sowie die Sachstandsberichte des IPCC in deutscher Sprache:

Informationen zum IPCC auf der Webseite des BMU

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