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Treffen der Außenminister Zentralasiens in Berlin: Deutschland stärkt Partnerschaft mit Zentralasien

Treffen der Außenminister Zentralasiens in Berlin

Treffen der Außenminister Zentralasiens in Berlin © Photothek Media Lab

11.02.2026 - Artikel

Deutschland ist am 11. Februar 2026 Gastgeber des Außenministertreffens mit den fünf zentralasiatischen Staaten und Deutschland (Z5+1). Worum es geht, erfahren Sie hier.

Im Auswärtigen Amt kommen am 11. Februar 2026 Außenminister der zentralasiatischen Staaten mit dem deutschen Außenminister Wadephul zusammen. Ergänzt wird das Treffen durch ein Wirtschaftsforum mit fast 30 Vertreterinnen und Vertretern deutscher Unternehmen. Dieses wird gemeinsam mit dem Ostausschuss der deutschen Wirtschaft organisiert. Zuvor empfängt der Bundespräsident die zentralasiatischen Außenminister im Schloss Bellevue. Das Außenministertreffen in Berlin fügt sich ein in den „Team Europe“-Ansatz der EU gegenüber Zentralasien.

Zentralasien: Wunschpartner für Deutschland

Im Mittelpunkt des Treffens steht der weitere Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland, der Europäischen Union und Zentralasien. Angesichts der geopolitischen Entwicklungen sowie mit Blick auf Energie- und Rohstoffsicherheit gewinnt die Region zunehmend an strategischer Bedeutung für Europa. Ziel ist es, den zentralasiatischen Staaten verlässliche Angebote zu machen und unsere Partnerschaft zu vertiefen – auch mit Blick auf regionale Abhängigkeiten von Russland.

Seit 2023 verbindet Deutschland und die Staaten Zentralasiens (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) eine Strategische Regionalpartnerschaft. Diese setzt vier Schwerpunkte in der Zusammenarbeit: (1) Wirtschaft, Energie und natürliche Ressourcen; (2) regionale Zusammenarbeit und Resilienz; (3) Klima und Umwelt; (4) direkte Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern. Nach den Gipfeltreffen 2023 in Berlin und 2024 in Astanaknüpft das Z5+1-Treffen (Zentralasien und Deutschland) an diese Dynamik an. Im Fokus stehen die Themen Wirtschaft, Energie, Rohstoffe, Konnektivität, Sicherheit sowie regionale Zusammenarbeit. Zudem dient das Treffen der Vorbereitung des nächsten Gipfels.

„Team Europe“ – EU-Sonderbeauftragter für Zentralasien nimmt ebenfalls teil

Die Teilnahme des EU-Sonderbeauftragten für Zentralasien Eduards Stiprais unterstreicht den deutschen “Team Europe”-Ansatz. Deutschland versteht sein Engagement in der Region ausdrücklich als Teil einer europäischen Gesamtstrategie (u.a. wurde die Zentralasien-Strategie der EU unter deutscher Ratspräsidentschaft 2007 indossiert und 2019 aktualisiert). Gemeinsames Ziel ist es, Zentralasien politisch, wirtschaftlich und infrastrukturell stärker mit Europa zu verbinden. Dem diente u.a. der EU -Zentralasien-Gipfel am 4. April 2025 in Samarkand (Usbekistan). Einen besonderen Fokus legt die EU auf das Thema Konnektivität, um die Transport- und Logistikrouten von Zentralasien nach Europa sukzessive auszubauen.

Wirtschaftsforum: Investitionen, Handel und Wertschöpfung in und mit Zentralasien stärken

Deutsche Unternehmen sind seit Jahren in Zentralasien aktiv und tragen zu Investitionen, Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region bei. Allein in Kasachstan und Usbekistan bestehen fast 80 gemeinsame Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund vier Milliarden Euro. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Zentralasiens innerhalb der Europäischen Union.

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