Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Internationale Zusammenarbeit

Hilfe für Binnenflüchtlinge in Jonglei/Südsudan

Hilfe für Binnenflüchtlinge in Jonglei/Südsudan, © picture alliance / dpa

09.04.2019 - Artikel

Die Bundesregierung leistet nicht selbst humanitäre Hilfe. Vielmehr unterstützt sie mit finanziellen Mitteln die humanitäre Hilfe qualifizierter deutscher und internationaler Hilfsorganisationen. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Förderprinzipien.

Wenn eine Vielzahl von Akteuren in Krisensituationen unter hohem Zeitdruck handeln muss, ist effektive Koordinierung der Schlüssel zum Erfolg. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Vereinten Nationen zu. Deutschland ist nicht nur einer der wichtigsten Geber, sondern bringt sich auch aktiv in den Foren zur internationalen Zusammenarbeit in der humanitären Hilfe ein, um die Rolle der Vereinten Nationen weiter zu stärken.

Flüchtlinge aus Südsudan in Uganda
Flüchtlinge aus Südsudan in Uganda© Jiro Ose/UNHCR

Warum internationale Koordination wichtig ist

Bei der Reaktion auf humanitäre Krisen kommt es oft auf Schnelligkeit an. An der Hilfeleistung ist oft eine Vielzahl lokaler, nationaler und internationaler Akteure beteiligt. Das macht professionelle Koordinierung unverzichtbar – andernfalls entstehen Versorgungslücken und unnötige Doppelungen. Zur humanitären Koordinierungsaufgabe gehört es, in Katastrophenfällen schnell den humanitären Bedarf zu ermitteln, entsprechende Hilfsaufrufe zu veröffentlichen und anschließend die Hilfsaktionen der verschiedenen Akteure aufeinander abzustimmen.

Die Vereinten Nationen und wichtige Partner

Zentrale Instanz dabei ist das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA). An dessen Spitze stehen der VN-Nothilfekoordinator (Emergency Relief Coordinator/ERC), Untergeneralsekretär Mark Lowcock, sowie seine Stellvertreterin, Beigeordnete Generalsekretärin und stv. VN-Nothilfekoordinatorin Ursula Müller. OCHA arbeitet eng mit den verschiedenen VN-Hilfsorganisationen, der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und Nichtregierungsorganisationen zusammen. OCHA verwaltet auch den VN-Nothilfefonds (Central Emergency Response Fund/CERF), aus dessen Geldern frühzeitiges, lebensrettendes Eingreifen in Krisensituationen ermöglicht sowie unterfinanzierte Krisen unterstützt werden. Darüber hinaus verwaltet OCHA derzeit 17 Humanitäre Länderfonds (Country-based Pooled Funds/CBPFs). Deutschland war 2018 zweitgrößter Geber sowohl für den CERF als auch für die CBPFs. OCHAs Geber sind in der OCHA Donor Support Group (ODSG) organisiert. Deutschland ist eines von derzeit 29 Mitgliedern. 

Für den Dialog zwischen Geber- und Empfängerstaaten sind die VN-Generalversammlung und der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) der VN die zentralen Foren. Die Generalversammlung befasst sich schwerpunktmäßig in jeder zweiten Jahreshälfte mit humanitären Fragen. Dabei werden, zumeist im Konsens, eine Reihe von Resolutionen angenommen, in denen die Rahmenbedingungen der internationalen humanitären Hilfe und konkrete Aufgaben der Vereinten Nationen behandelt werden. Der ECOSOC beschäftigt sich jedes Jahr auf seiner Sitzung in der ersten Jahreshälfte (Humanitarian Affairs Segment/HAS) mit humanitären Fragen und konzentriert sich dabei auf operative und Koordinierungsaspekte der humanitären Hilfe.

Rolle Deutschlands in der internationalen Zusammenarbeit

Flüchtlingslager des UNHCR
Flüchtlingslager des UNHCR© dpa/picture alliance

Die Bundesrepublik Deutschland zählt zu den wichtigsten humanitären Gebern und ist in den zentralen Entscheidungsgremien der VN vertreten. Kernanliegen der Bundesregierung ist dabei nicht nur der bestmögliche Einsatz der bereit gestellten finanziellen Mittel. Zusätzlich setzt sich Deutschland aktiv dafür ein, das Gesamtsystem der internationalen humanitären Hilfe effizienter und effektiver zu gestalten. Deutschland unterstützt dabei die zentrale koordinierende Rolle der Vereinten Nationen in diesem System sowie die von den VN geschaffenen Strukturen und Mechanismen. 

Die VN-Organisationen WFP, UNHCR, UNRWA, WHO und UNICEF sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sind die wichtigsten internationalen Partner der Bundesregierung in der humanitären Hilfe und erhalten regelmäßig Finanzierungsbeiträge für humanitäre Projekte.

Weiterführende Links

Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)

Flüchtlingshilfswerk der UN (UNHCR)

Welternährungsprogramm der UN (WPF)

Hilfswerk der UN für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA)

Kinderhilfswerk der UN (UNICEF)

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben