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Venezuela: Politisches Porträt Venezuela

17.03.2020 - Artikel

Der seit 1999 regierende Chavismus hatte (unter Präsident Hugo Chávez, seit dessen Tod 2013 unter Nicolás Maduro) eine breite Umverteilung der Vermögensverhältnisse in der traditionell sozial stark gespaltenen venezolanischen Gesellschaft angestrebt. In Zeiten hoher Ölpreise wurden unter anderem kostspielige Bauprogramme aufgelegt; die staatliche Ölgesellschaft PdVSA finanzierte öffentliche Aufgaben. 

Unter dem Slogan, den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ aufzubauen, und getragen von lang anhaltender Popularität schaffte Chávez die Gewaltenteilung schrittweise ab. Die Regierung entwickelte immer stärkere autoritäre Züge. Mehrere Ansätze, demokratische Institutionen über Verhandlungen wieder herzustellen, scheiterten – trotz des Beistands erfahrener Vermittler - an der fehlenden Bereitschaft Maduros, seine Macht abzugeben.

Aufgrund des starken Fokus auf Umverteilung, Enteignungen und einer korruptionsanfälligen Gängelung der Privatwirtschaft schrumpfte die Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50%. Mehr als 80% der Venezolaner gelten heute als arm. Von den circa 31 Millionen Venezolanern haben seit 2014 mindestens 4,8 Millionen ihr Land verlassen (Stand: Dezember 2019).

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Wolken am Kukenan-Tepui, Canaima Nationalpark
Tafelberg Roraima im Naturschutzgebiet La Gran Sabana in Venezuela © picture alliance/blickwinkel

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