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Venezuela: Politisches Porträt Venezuela

05.03.2021 - Artikel

Der seit 1999 regierende Chavismus hatte (unter Präsident Hugo Chávez, seit dessen Tod 2013 unter Nicolás Maduro) eine breite Umverteilung der Vermögensverhältnisse in der traditionell sozial stark gespaltenen venezolanischen Gesellschaft angestrebt. In Zeiten hoher Ölpreise wurden unter anderem kostspielige Bauprogramme aufgelegt; die staatliche Ölgesellschaft PdVSA finanzierte öffentliche Aufgaben. 

Unter dem Slogan des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“  und getragen von lang anhaltender Popularität schaffte Chávez die Gewaltenteilung schrittweise ab. Die Regierung entwickelte immer stärkere autoritäre Züge. Mehrere Ansätze, demokratische Institutionen über Verhandlungen wieder herzustellen, sind in den letzten Jahren gescheitert. Eine Fact Finding Mission der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte stellte 2020 Anhaltspunkte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch das Maduro-Regime fest. 

Aufgrund des starken Fokus auf Umverteilung, Enteignungen und einer korruptionsanfälligen Gängelung der Privatwirtschaft schrumpfte die Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 70%. Mehr als 80% der Venezolaner gelten heute als arm. Von den circa 31 Millionen Venezolanern haben seit 2014 mindestens 5,4 Millionen ihr Land verlassen (Stand: Februar 2021).

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Wolken am Kukenan-Tepui, Canaima Nationalpark
Tafelberg Roraima im Naturschutzgebiet La Gran Sabana in Venezuela © picture alliance/blickwinkel

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