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Venezuela: Politisches Porträt

04.11.2022 - Artikel

Venezuelas politisches System ist seit der Machtübernahme von H. Chávez 1999 von Autoritarismus und Polarisierung geprägt.

2015 gewann die Opposition die Parlamentswahlen, 2018 hielt sich bei den Präsidentschaftswahlen Nicolás Maduro durch Wahlmanipulation an der Macht. Seine Präsidentschaft wird seither von vielen westlichen Staaten nicht anerkannt.

Der Chavismus strebte unter sozialistischen Vorzeichen eine Umverteilung der Vermögensverhältnisse an. Doch Misswirtschaft und sinkende Öleinnahmen führten zu einer anhaltenden wirtschaftlichen Krise und der Verarmung großer Teile der Mittelschicht.

95% der Bevölkerung gilt als arm; ein Drittel leidet an Unterernährung oder Hunger. Die UN und viele internationale Geber sind zur Linderung der Situation im Land tätig. Seit 2014 haben wirtschaftliche und politische Krisen rund 6,8 Millionen Venezolaner zur Migration ins Ausland veranlasst.

Besorgniserregend bleiben neben der humanitären Situation auch die weiterhin massiven Menschenrechtsverletzungen. Unter anderem befasst sich eine unabhängige Untersuchungskommission der UN sowie der IStGH mit der Rolle, die hochrangige Regierungsvertreter dabei spielen. 

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Wolken am Kukenan-Tepui, Canaima Nationalpark
Tafelberg Roraima im Naturschutzgebiet La Gran Sabana in Venezuela© picture alliance/blickwinkel

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