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Deutschland und Venezuela: Bilaterale Beziehungen Venezuela

09.10.2020 - Artikel

Die Beziehungen zwischen Venezuela und der Bundesrepublik Deutschland haben eine lange Tradition, die bis zum Zusammentreffen der beiden Symbolfiguren Simón Bolívar und Alexander von Humboldt im frühen 19. Jahrhundert zurück reicht. Deutschland unterhält seit 1871 eine Botschaft in Venezuela.

Die deutschen Einfuhren aus und Ausfuhren nach Venezuela bewegen sich auf sehr niedrigem Niveau.

Ein Investitionsförderungsvertrag und ein Doppelbesteuerungsabkommen sind in Kraft. Die deutsch-venezolanische Handelskammer (CAVENAL) ist in Caracas ansässig. Die Zahl der deutschen Unternehmen, die noch mit eigenen Niederlassungen oder Produktionsstätten in Venezuela vertreten sind, nimmt aufgrund der Wirtschaftskrise, hoher Allgemeinkriminalität und Rechtsunsicherheit ständig ab. Die Lufthansa hat im Mai 2016 ihren Direktflug Frankfurt-Caracas vorerst eingestellt.

Seit  der zweiten Jahreshälfte 2019 ist eine zunehmende, jedoch rechtlich nicht abgesicherte Dollarisierung der Wirtschaft zu verzeichnen.

Die bilaterale technische Zusammenarbeit mit Venezuela ist Ende 2004 ausgelaufen. Die nicht-staatliche Entwicklungszusammenarbeit wird weiter fortgesetzt. Von den deutschen politischen Stiftungen sind die Friedrich-Ebert- und die Konrad-Adenauer-Stiftung dauerhaft vor Ort aktiv. Die Hanns-Seidel-Stiftung betreut Venezuela von ihrem Büro in Bogotá aus, die Rosa-Luxemburg-Stiftung von ihrem Büro in Quito.

 

Zwischen der in Caracas ansässigen regionalen Entwicklungsbank Corporacion Andino de Fomento (CAF) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es eine eingeschränkte Zusammenarbeit im Bereich der Klima- und Umweltschutzpolitik.

Der kulturelle Austausch zwischen Deutschland und Venezuela ist seit langem intensiv, u.a. im Bereich Musik und Musik-Pädagogik. Neben der Deutschen Botschaft sind auch das Goethe Institut, die traditionsreiche Asociación Cultural Humboldt, die evangelisch-lutherische wie auch die deutschsprachige katholische Kirche im Kulturbereich aktiv. Es gibt mit dem „Colegio Humboldt“ in Caracas eine deutsche Auslandsschule und mit dem „Colegio La Esperanza“ in Valencia eine PASCH-Schule. Das Goethe Institut verzeichnet auch während der Corona-Krise eine konstant hohe Nachfrage nach Deutschkursen. Der  deutsch-venezolanische Hilfsverein (AVAS) unterstützt bedürftige Mitglieder der deutsch-venezolanischen Gemeinschaft.

Die deutschstämmigen Einwohner der „Colonia Tovar“ im Bundesstaat Aragua unterhalten enge Verbindungen nach Deutschland, insb. zu Orten im Kaiserstuhl, aus denen die ursprünglichen Einwanderer in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammten.

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Wolken am Kukenan-Tepui, Canaima Nationalpark
Tafelberg Roraima im Naturschutzgebiet La Gran Sabana in Venezuela © picture alliance/blickwinkel

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