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Deutschland und Monaco: Bilaterale Beziehungen Monaco

02.03.2020 - Artikel

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Monaco sind traditionell freundschaftlich. Monaco unterhält in Berlin eine seiner 15 Botschaften.

Staatsoberhaupt ist seit Mai 2005 Fürst Albert II. Er wird in wichtigen Grundsatzfragen von einem siebenköpfigen Kronrat beraten. Die Regierungsgeschäfte führt ein dem Fürsten unterstellter Staatsminister, seit 2016 der französische Spitzendiplomat Serge Telle. Das Parlament, das in direkter, allgemeiner und freier Wahl für fünf Jahre gewählt wird, hat nur eingeschränkte parlamentarische Befugnisse.

Mit dem Grundlagenvertrag zwischen Monaco und Frankreich vom 15. Februar 2006 hat sich der außenpolitische Spielraum Monacos erweitert. Nunmehr ist lediglich eine „angemessene und regelmäßige Abstimmung“ mit Frankreich zu den Grundzügen der internationalen Beziehungen Monacos vorgesehen. Seither baut Monaco seine diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten aus.

Monaco unterhält enge Beziehungen zur EU. Seit 2015 verhandelt die EU mit Monaco, San Marino und Andorra über ein Assoziierungsabkommen. Am 1. Januar 2017 trat ein Abkommen zwischen EU und Monaco in Kraft, das einen automatischen Informationsaustausch zur verbesserten Einhaltung der Steuervorschriften vorsieht. Zahlungsmittel in Monaco ist der Euro.

Deutschland war 2018 mit 124,7 Millionen Euro zweitwichtigstes Zielland von Exporten, vor der Schweiz und nach Italien. Die monegassischen Importe aus Deutschland beliefen sich im Jahr 2018 auf 197,5 Millionen Euro; Deutschland lag damit nach Italien und der Schweiz auf Platz drei. Der Warenaustausch mit Frankreich wird nicht in der monegassischen Außenhandelsstatistik erfasst.

Themen der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes sind für das Staatsoberhaupt und die Regierung Monacos prioritär, insbesondere der Schutz der Meere. 2009 wurde der deutsche Zweig der von Fürst Albert II gegründeten Umweltstiftung (Fondation Prince Albert II de Monaco) in Düsseldorf gegründet. Die Stiftung unterstützt Projekte zum Schutz von Umwelt, Klima, Biodiversität und Wasser. Viele der zahlreichen bilateralen Treffen und Besuche des Fürsten dienen der Schärfung des umweltpolitischen Profils Monacos.

Nach der letzten Schätzung vom Dezember 2018 liegt die Einwohnerzahl Monacos bei 38.300 (ein Anstieg um 2,1% nach der letzten Volkszählung 2016). Knapp ein Viertel der Bevölkerung besitzt die monegassische Staatsangehörigkeit, etwas über drei Viertel setzt sich aus über 130 Nationen zusammen, mehrheitlich französische und italienische Staatsangehörige. Etwa 2% sind Deutsche.

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