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Deutschland und Jamaika: Bilaterale Beziehungen Jamaika

04.11.2019 - Artikel

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Jamaika sind seit Jamaikas Unabhängigkeit 1962 freundlich und problemfrei. Jamaika sieht Deutschland als wichtigen internationalen Partner und als einen der einflussreichsten Mitgliedsstaaten der EU.

Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit ist 2003 ausgelaufen, als Jamaika zu einem Land mittleren Einkommens wurde. Jamaika bleibt jedoch Partner der regionalen und multilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen von Regionalprojekten ist es zudem Empfänger von Fördermitteln der Internationalen Klima Initiative des Bundesumweltministeriums. Der größte internationale Geber ist die EU, deren Budget von den Mitgliedsstaaten finanziert wird. Deutschland ist dabei an erster Stelle mit circa 20% vertreten.

Die Ausfuhren (überwiegend Bauxit sowie Getränke) nach Deutschland betrugen 2018 114,8 Millionen Euro. Die jamaikanischen Importe aus Deutschland (überwiegend Maschinen, Kfz und Kfz-Teile) lagen 2018 bei 99,6 Millionen Euro (Quelle: DESTATIS).

2017 reisten knapp 30.000 Deutsche nach Jamaika. Deutschland belegt damit – mit erheblichem Abstand – weiterhin Platz 4 hinter USA (1,5 Millionen), Kanada (405.000) und Großbritannien (212.000) (Quelle: Jamaica Tourist Board).

Größere deutsche Direktinvestitionen bestehen kaum, jedoch gibt es indirekte Beteiligungen an Hotelprojekten mit erheblichen Investitionen in Jamaika. 2017 beteiligte sich ein deutscher Investmentfonds zusammen mit dem hiesigen Stromversorger an dem bisher größten Solarprojekt der Karibik (37 MW) auf Jamaika, eingeweiht am 2. Oktober 2019. In Kingston soll Anfang 2020 der Bau eines Trockendocks durch ein deutsch-jamaikanisches Konsortium beginnen.

Der deutsch-jamaikanische Investitionsschutz- und Förderungsvertrag ist am 29. Mai 1996 in Kraft getreten. 

Die seit 1966 bestehende 'Jamaican-German Society' bietet mit finanzieller Förderung durch das Auswärtige Amt Deutschkurse an, die zu einem vom Goethe-Institut anerkannten Abschluss führen. Deutsch wird sonst weder an Schulen noch an Hochschulen unterrichtet.

Über Stipendien-Angebote des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und der Humboldt-Stiftung werden auch jamaikanische Studenten und Postgraduierte an deutsche Universitäten gesandt. Im Zuge der zunehmenden Einführung englischsprachiger Studiengänge an deutschen Hochschulen hat sich in Jamaika auch das Interesse an einem Studium in Deutschland spürbar erhöht.

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Ochos Rios
Ochos Rios © picture-alliance / dpa

Deutsche Botschaft Kingston

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