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Beziehungen zu Deutschland Dschibuti

Artikel

Stand: Dezember 2017

Politische Beziehungen

Dschibuti hat als stabiles Land in strategisch wichtiger Lage in der Krisenregion Horn von Afrika regionale Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland. Beide Länder sind um konstruktive Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen bemüht.

Diplomatische Beziehungen wurden 1978 aufgenommen. Sie sind freundschaftlich. Deutschland wurde der Bedeutung Dschibutis auch mit der im Frühjahr 2010 erfolgten Eröffnung einer Botschaft gerecht. Dschibuti hat seinerseits im Herbst 2011 eine Botschaft in Berlin eröffnet.

Deutschland beteiligt sich am Kampf gegen die Piraterie vor der Küste Somalias und hat im Rahmen der EU-Anti-Piraterie-Mission "ATALANTA" ein Kontingent der Bundesmarine in Dschibuti stationiert.

Hochrangige Besucher waren in  den letzten Jahren der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller (2016), sowie Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (2014). Im Herbst 2016 reisten drei Abgeordnete des Bundestagsausschusses für Wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung nach Dschibuti.

Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Dschibuti wird im Wesentlichen über die Europäische Union sowie internationale Institutionen und Organisationen im Rahmen der Vereinten Nationen abgewickelt.

Erfolgreich entwickelt sich ein kleines vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördertes Projekt zur dualen Berufsausbildung mit Schwerpunkt im Bereich der erneuerbaren Energien an. Projektpartner sind dabei die Handwerkskammer des Saarlandes und das Technische Gymnasium sowie die Handelskammer in Dschibuti.

Zuvor wurde ebenfalls aus Haushaltsmitteln des BMZ der Bau eines SOS-Kinderdorfs für bis zu 120 Kinder in Tadjourah im Norden des Landes gefördert, welches 2014 eröffnet wurde. Daneben ist die Johanniter-Unfall-Hilfe im Land im Gesundheitsbereich tätig.

Außerdem profitiert Dschibuti von der deutschen humanitären Hilfe an UNHCR und IOM im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise.

Die Bundesregierung fördert über das BMZ die Regionalorganisation IGAD (Intergovernmental Authority on Development), die ihren Sitz in Dschibuti hat, in den Bereichen „Verbesserung der Dürreresilienz und Ernährungssicherung“ sowie „regionale Migrationspolitik“.

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