Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Deutschland und China: Bilaterale Beziehungen China

14.09.2021 - Artikel

Die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik China haben 1972 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Seit 1972 haben sich die deutsch-chinesischen Beziehungen zu großer Vielfalt, beachtlicher Dichte und politischer Substanz entwickelt.

Mit einem Handelsvolumen von gut 212 Milliarden Euro war China auch 2020 der wichtigste Warenhandelspartner Deutschlands. Angesichts internationaler Krisen und wachsender globaler Herausforderungen (u.a. Covid-19, Klimawandel) kommt der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit und Abstimmung eine große Bedeutung zu. China sieht Deutschland nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch als einen Schlüsselpartner in Europa. Regelmäßige hochrangige politische Abstimmung in einer Vielzahl von Dialogmechanismen sowie dynamische Handelsbeziehungen, Investitionen, Umweltzusammenarbeit, kultur- und wissenschaftspolitische Zusammenarbeit prägen die Beziehungen. Deutschland setzt sich zudem für substantielle und reziproke Beziehungen der EU mit China und eine Stärkung der EU-Einigkeit gegenüber China ein.

Trotz der engen Beziehungen in den genannten Bereichen bestehen weiterhin grundsätzliche Meinungsunterschiede. Dies gilt insbesondere für die Menschenrechte, vor allem für die persönlichen Freiheitsrechte und Fragen der Geltung internationalen Rechts, der internationalen Ordnung und der Auslegung von Multilateralismus. Es bleibt ein wichtiges Interesse Deutschlands, dass China die Offenheit seiner Märkte für deutsche Unternehmen und ihre Produkte erhöht, rechtsstaatliche Strukturen und Sozialsysteme entwickelt, mehr politische und ökonomische Partizipation zulässt, Minderheitenfragen friedlich löst und auch in diesem Sinne sein Engagement in internationalen Institutionen und für eine regelbasierte internationale Ordnung gestaltet.

Weitere Informationen

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben