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Bolivien: Politisches Porträt Bolivien

28.11.2019 - Artikel

Bolivien ist nach der Verfassung von 2009 eine präsidiale Demokratie mit Zweikammerparlament. Der Staatspräsident ist zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef. Er ernennt und entlässt das Kabinett. Die gesetzgebende Gewalt wird durch den Kongress gebildet. Seit 2006 gibt es gewählte Gouverneure in den neun Departments des Landes und regionale, kommunale und indigene Autonomien wurden in der Verfassung festgeschrieben.

Wegen nachgewiesener Unregelmäßigkeiten bei den letzten Präsidentschafts-und Parlamentswahlen im Oktober 2019 musste kam es zu anhaltenden Protesten in deren Folge der Staatspräsident Evo Morales nach 14 Jahren zurücktreten musste.  Hauptaufgabe der Übergangsregierung ist die Durchführung neuer Wahlen in der ersten Jahreshälfte 2020.

Die Verfassung erkennt Spanisch und weitere 35 indigene Sprachen als offizielle Sprachen an. Laut des letzten Zensus von 2012 erklärten sich 40% der Bolivianer einer indigenen Bevölkerungsgruppe zugehörig. In den letzten Jahren wurden deutliche Fortschritte bei Armutsreduzierung, Integration von Indigenen und der Verbesserung des Zugangs zum Bildungswesen gemacht.

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Bolivien ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf mittel- und langfristige strukturelle Reformen und ist armutsorientiert angelegt. Schwerpunkte sind die Reform von Verwaltung und Justiz sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft, dazu Sicherstellung der Wasserversorgung, verbessertes Abwassermanagement und die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Näheres dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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