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Bolivien: Politisches Porträt

14.03.2023 - Artikel

Bolivien ist eine präsidiale Demokratie mit Zweikammerparlament (Senat und Abgeordnetenhaus) als gesetzgebende Gewalt. Der Staatspräsident ist zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef. Er ernennt und entlässt das Kabinett. Seit 2006 gibt es gewählte Gouverneure in den neun Departments; regionale, kommunale und indigene Autonomien wurden in der Verfassung verankert.

Nach den Wahlen im Oktober 2019 kam es zu anhaltenden Protesten, in deren Folge der Staatspräsident Evo Morales nach fast 14 Jahren Amtszeit zurücktrat. Übergangspräsidentin wurde Jeanine Áñez. Bei den pandemiebedingt verzögerten Neuwahlen am 18. Oktober 2020 wurde der Kandidat der langjährigen Regierungspartei MAS, Luis Arce, mit deutlicher Mehrheit gewählt. Die nächsten Wahlen finden im Herbst 2025 statt.

Die Verfassung erkennt Spanisch und 36 indigene Sprachen als offizielle Sprachen an. Laut des letzten Zensus von 2012 erklärten sich 40% der Bevölkerung einer indigenen Bevölkerungsgruppe zugehörig. Fortschritte bei Armutsreduzierung, Integration von Indigenen und der Verbesserung des Zugangs zum Bildungswesen erfuhren aufgrund der Pandemie einen Rückschlag.

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