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Bahrain: Beziehungen zu Deutschland Bahrain

17.01.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Das deutsch-bahrainische Verhältnis ist gut; Deutschland genießt hohes Ansehen im Land. Bisherige Höhepunkte waren der offizielle Besuch von König Hamad Ende Oktober 2008 in Berlin und der Gegenbesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Mai 2010 sowie von Bundestagspräsident Lammert im April 2010 in Bahrain. Zuletzt traf Bundesverteidigungsministerin von der Leyen im Oktober 2018 im Rahmen ihrer Teilnahme am Manama-Dialog mit Kronprinz Salman zusammen. Außenminister Scheich Khalid Al Khalifa nahm 2018 zum wiederholten Male an der Münchner Sicherheitskonferenz teil.

Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit sind die Rechtsstaatsförderung und der parlamentarische Austausch. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth führte im März 2014 Gespräche in Bahrain. Anfang Juni 2015 nahm der Vorsitzende des Rechtsausschusses des gewählten bahrainischen Parlaments auf Einladung des Deutschen Bundestags und der Deutschen Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) an der IV. Internationalen Konferenz Parlamentarischer Rechtsausschüsse in Berlin teil. Anfang 2017 besuchte eine Delegation des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie unter Leitung von Bundesminister a.D. Peter Ramsauer Bahrain.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland genießt einen guten Ruf als zuverlässiger Handelspartner Das bilaterale Handelsvolumen stieg 2017 deutlich auf 484,7 Mio. Euro (Vorjahr: 367,9 Mio. Euro). Damit ist Deutschland der drittwichtigste Wirtschaftspartner Bahrains in der Europäischen Union. Das positive Deutschlandbild wird vor allem durch die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie und Technologie geprägt. Hieran besteht in Bahrain ein großes Interesse. Auf deutscher Seite machen sich vor allem mittelständische Unternehmen die guten Investitionsbedingungen in Bahrain zu Nutze. Derzeit sind etwa 50 deutsche Firmen mit Vertretungsbüros bzw. Projekten in Bahrain tätig. Im April 2016 besuchte eine branchenübergreifende Wirtschaftsdelegation des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins (EMA) unter Leitung von Bundespräsident a.D. Christian Wulff Bahrain. Etwa 500 deutsche Staatsangehörige leben in Bahrain.

Ein Investitionsförderungs- und -schutzabkommen wurde im Februar 2007 unterzeichnet und ist seit Ende Mai 2010 in Kraft.

Kulturaustausch

Im Kulturbereich ist seit 2006 das Regionalbüro des Goethe-Instituts (GI) mit Sitz in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Bahrain zuständig. Die deutsche Botschaft in Bahrain setzt sich für die Intensivierung der kulturellen, bildungs- und wissenschaftspolitischen Zusammenarbeit ein und organisiert seit 2009 Sprachkurse, die auf die Prüfungen des Goethe-Instituts vorbereiten. Außerdem bietet die staatliche Universität Bahrain Deutschunterricht an.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat gemeinsam mit der Arabian Gulf University in Bahrain 2013 die erste bilaterale Junge Akademie “Arab German Young Academy” (AGYA) gegründet, um die Zusammenarbeit exzellenter arabischer und deutscher Nachwuchswissenschaftler und interdisziplinäre Forschungsprojekte zu fördern. Für bahrainische Studierende sind aus sprachlichen und kulturellen Gründen angloamerikanische Länder die erste Wahl für das Studium im Ausland. Die bestehenden Bildungskontakte zu Deutschland sind dafür umso höherwertiger, etwa im Bereich erneuerbare Energien.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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