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Energieaußenpolitik
Hochseewindpark Bard Offshore 1 nordwestlich von Borkum © dpa
Energiepolitik spielt eine Schlüsselrolle für die Einhaltung der internationalen Klimaziele. Nur mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien und einem graduellen Ausstieg aus der Verstromung fossiler Energieträger wird diese gelingen.
Die sukzessive Hinwendung Europas hin zu erneuerbaren Energien hat gleichzeitig erhebliche energiesicherheitspolitische Implikationen. Ein energieaußenpolitisches Dossier, für welches sich Deutschland in Brüssel in diesem Kontext einsetzt, ist das RePowerEU-Vorhaben, das einen Ausstieg aus russischen Energieimporten, eine Diversifizierung von Lieferanten fossiler Energieträger und einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien mit sich bringen soll. Unsere Energieaußenpolitik soll insofern die Versorgungssicherheit in Deutschland erhöhen und dadurch unsere Resilienz stärken. Daneben ist auch die Unterstützung der Energieinfrastruktur der Ukraine ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Der Wandel des globalen Energiesystems von fossilen Energieträgern hin zur dezentralen Versorgung durch erneuerbare Energien hat geopolitische Auswirkungen. Das Auswärtige Amt gestaltet diesen Wandel aktiv mit, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Energieagentur (IEA) und der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Mit seiner „H2-Diplo / Decarbonization Diplomacy“ Initiative fördert das Auswärtige Amt weltweit den globalen Wasserstoffhochlauf, der entscheidend für die Dekarbonisierung der Industrie und des Verkehrssektors ist. Dazu unterhalten wir in acht Ländern sogenannte Wasserstoffdiplomatie-Büros, die vor Ort beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur beraten und gleichzeitig auch Türöffner für deutsche ‚Clean-Tech‘-Unternehmen vor Ort sind.
Diese Unterstützung deutscher Energie- und ‚Clean-Tech‘-Unternehmen bei ihren Geschäftsbemühungen auf internationalen Märkten ist ebenfalls ein wichtiger Teil unserer Energieaußenpolitik, um industrielle Produktion und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu stützen bzw. auszubauen. Dabei geht es auch um Zukunftstechnologien wie z.B. Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff.
Eine erfolgreiche globale Energiewende stellt einen Beitrag zur Energiesicherheit dar und stärkt aufgrund der wichtigen Rolle, die deutsche Clean-Tech Unternehmen im globalen Wettbewerb spielen, den Wirtschaftsstandort Deutschland – sie zählt damit zu den deutschen Kerninteressen. Mit seiner Energieaußenpolitik leisten das Auswärtige Amt und seine Auslandsvertretungen einen entscheidenden Beitrag hierzu. Deutschland unterhält mit einer Reihe von Ländern Energiepartnerschaften, in deren Rahmen Austausch und Zusammenarbeit zur Energiepolitik stattfinden. Als Teil der Energieaußenpolitik führt das Auswärtige Amt eine Reihe von Projekten durch, vor allem zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten, oder mit Formaten wie Städtepartnerschaften zur Energiewende.