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Die Nordatlantische Allianz (NATO)

13.07.2021 - Artikel

Die Nordatlantische Allianz (NATO) ist zentraler Pfeiler der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Mit derzeit 30 Mitgliedern garantiert sie Sicherheit und Stabilität im euroatlantischen Raum.

In einer global vernetzten Welt kann kein Land internationale Konflikte alleine lösen. Genauso gilt, dass sich kaum ein Land alleine ausreichend gegen grenzüberschreitende Risiken und Bedrohungen schützen kann. Deutschland ist darum auf Partner und Bündnisse angewiesen, die auf gegenseitige Unterstützung und Solidarität gründen. Die Nordatlantische Allianz (NATO) bleibt dabei ein zentraler Pfeiler deutscher Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Außenminister Heiko Maas vor dem NATO-Außenministertreffen am 1. Juni:

Wir haben die vergangenen eineinhalb Jahre innerhalb der NATO für einen umfassenden Reflexionsprozess genutzt. Das ist notwendig gewesen. Denn dass dieses Bündnis modern und zukunftsfest gemacht wird, das ist auch vor allen Dingen in unserem eigenen strategischen Interesse. Damit wollen wir uns politisch neu aufstellen und die NATO für die großen Herausforderungen der Zukunft fit machen.

Die ‚autokratische Herausforderung‘ an das Bündnis wird in dem nächsten Jahrzehnt eher noch größer werden. Deshalb müssen wir den ‚politischen Muskel‘ der NATO weiter stärken und uns als Bündnis von Demokratien verstehen und auch strategisch besser aufstellen.

Kollektive Verteidigung, Krisenmanagement und kooperative Sicherheit

Kollektive Verteidigung, Krisenmanagement und kooperative Sicherheit sind die drei Kernaufgaben der NATO. Auf dem Gipfel in Lissabon 2010 haben die NATO-Staaten diese drei Aufgaben im Strategischen Konzept der Allianz festgeschrieben.

Das Herzstück der Allianz ist die kollektive Verteidigung: Bei einem Angriff von außen unterstützen sich die NATO-Mitglieder gegenseitig. Entscheidend ist, dass potentielle Angreifer abgeschreckt werden, sodass es gar nicht erst zu einem Verteidigungsfall kommt.

Im Rahmen des Krisenmanagements setzen sich die NATO-Alliierten für Sicherheit und Stabilität ein, wo die Sicherheit von NATO-Staaten betroffen ist. Dabei handelt es sich zum einen um Krisenprävention, also das Bemühen, Krisen und ihrer Eskalation vorzubeugen. Zum anderen geht es um Krisenmanagement und Stabilisierung nach Konflikten, wie zum Beispiel in Irak, oder in Kosovo.

Die dritte Aufgabe, kooperative Sicherheit, beschreibt den Willen der Allianz, durch Zusammenarbeit mit Nicht-NATO-Staaten international Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit kann verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel indem Möglichkeiten des Dialogs zur Transparenz und Vertrauensbildung geschaffen werden.

Bei ihrem Gipfeltreffen am 14. Juni 2021 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der NATO, das Strategische Konzept der Allianz bis zu ihrem nächsten Gipfeltreffen 2022 zu aktualisieren.

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