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Umwelt- und Wasserdiplomatie

Wasserquelle in Pakistan

Wasserquelle in Pakistan © picture-alliance/dpa

27.02.2026 - Artikel

Wasserkonflikte können Spannungen auslösen, zugleich aber Chancen für regionale Kooperation eröffnen. Ebenso kann Umweltzerstörung Konflikte um Ressourcen anheizen oder deren Finanzierung fördern – etwa durch illegalen Wildtier- oder Holzhandel.

Umwelt und Außenpolitik

Die biologische Vielfalt unserer Erde ist durch menschliches Handeln und den Klimawandel zunehmend bedroht – mit gravierenden Folgen Für unsere Lebensgrundlagen und Gesundheit. Das Auswärtige Amt unterstützt das Engagement Deutschlands für den Erhalt der Biodiversität. Zentrale Grundlage ist das „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (CBD), dem Deutschland seit 1992 angehört; inzwischen sind 196 Staaten Vertragspartner.

Im Rahmen unserer Umweltdiplomatie berät das Auswärtige Amt die Fachressorts bei internationalen Konferenzen und Verhandlungen zu multilateralen Umweltabkommen und wirkt bei Aufgaben innerhalb der Vereinten Nationen mit, etwa zu Resolutionen zum weltweiten Biodiversitätsschutz oder zur Bekämpfung von Wüstenbildung.

Wichtige völkerrechtliche Meilensteine zum Schutz biologischer Vielfalt waren das im Jahr 2000 beschlossenen Cartagena-Protokoll, das den grenzüberschreitenden Verkehr von gentechnisch veränderten Organismen regelt, sowie das Nagoya-Protokoll von 2010, das einen rechtlich verbindlichen Rahmen für den Zugang zu genetischen Ressourcen.

Wasser und Außenpolitik

Meeresspiegelanstieg, die Folgen der Erderwärmung in Arktis und Antarktis und die Verteilung grenzüberschreitender Wasserressourcen gehören zunehmend zu Kernfragen internationaler Politik.

Weltweit wird die Wasserversorgung kritischer. Der Verbrauch steigt, während die Verfügbarkeit in vielen Regionen die Grenze der erneuerbaren Menge erreicht. Gleichzeitig erschweren extreme Wetterereignisse, wie erhöhter oder ausbleibender Niederschlag, erhöhter Zufluss durch abschmelzendes Gletscherwasser und Überflutungen sowie Verschmutzung die Wassernutzung zusätzlich. Dies bedroht Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit, insbesondere in Regionen mitstarkem Bevölkerungswachstum und schwacher Infrastruktur.

Wasser eignet sich zugleich als Katalysator für Kooperationen, etwa beim integrierten, auch grenzüberschreitenden Wasserressourcenmanagement. Aufgabe der Außenpolitik ist es, dafür den Ausgleich unterschiedlicher Interessen zu fördern. Das Auswärtige Amt stärkt solche Ansätze, zum Beispiel mit seiner „Wasserinitiative Zentralasien“.

Das Schmelzen des arktischen Eises öffnet Zugang zu bisher unzugänglichen Schifffahrtsrouten und Zugänge zu Rohstoffen – mit erheblichen Risiken für das fragile Ökosystem der Arktis, die eine wichtige Rolle im globalen Klimasystem spielt. Zugleich verschärft der Wettlauf um Ressourcen geopolitischen Spannungen oder lässt diese neu entstehen.

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