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Ungarn: Politisches Porträt

15.05.2026 - Artikel

Ungarn ist eine parlamentarische Demokratie. Die Regierung ist dem Parlament verantwortlich. Für die Richtlinien der Regierungstätigkeit trägt der Ministerpräsident die Verantwortung.

Aus der Parlamentswahl am 12. April 2026 ging die von Péter Magyar geführte Partei Tisza als Sieger hervor und erreichte mit 141 von 199 Mandaten eine Zweidrittelmehrheit. Das OSZE-Büro für Menschenrechte und Demokratische Institutionen (ODIHR) kritisierte die mangelnde Chancengleichheit für die Oppositionsparteien im Wahlkampf, charakterisierte die Wahlen selbst jedoch als frei und professionell organisiert und hob die hohe Wahlbeteiligung positiv hervor.

Am 26. Februar 2024 wählte das ungarische Parlament Dr. Tamás Sulyok zum Staatspräsidenten. Das Staatsoberhaupt hat überwiegend repräsentative Aufgaben, besitzt zudem ein aufschiebendes Vetorecht gegenüber Gesetzen der Nationalversammlung, kann Gesetzesvorschläge unterbreiten und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Zur Bevölkerung Ungarns (rund 9,6 Mio.) zählen 13 staatlich anerkannte nationale und ethnische Minderheiten. Sie werden in der Verfassung als „staatsbildende Teile der ungarischen politischen Gemeinschaft“ bezeichnet.

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