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Deutschland und Monaco: Bilaterale Beziehungen
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Monaco sind traditionell freundschaftlich.
Die monegassische Botschaft in Berlin ist eine der wenigen Botschaften Monacos. Der deutsche Botschafter in Frankreich ist seit 2007 auch in Monaco akkreditiert, mit Sitz in Paris. In Monaco selbst gibt es seit 1988 einen deutschen Honorarkonsul.
Staatsoberhaupt ist seit April 2005 Fürst Albert II. Er wird in wichtigen Grundsatzfragen von einem von ihm ernannten siebenköpfigen Kronrat beraten. Die Regierungsgeschäfte führt ein dem Fürsten unterstellter Staatsminister. Seit dem 21. Juli 2025 ist Christophe Mirmand, ein hochrangiger französischer Beamter, der amtierende Staatsminister des Fürstentums Monaco.
Das Parlament, das in direkter, allgemeiner und freier Wahl für fünf Jahre gewählt wird, hat nur eingeschränkte parlamentarische Befugnisse. Der Fürst hat die Gesetzgebungsinitiative.
Mit dem Grundlagenvertrag zwischen Monaco und Frankreich vom 15. Februar 2006 hat sich der außenpolitische Spielraum Monacos erweitert. Nunmehr ist lediglich eine „angemessene und regelmäßige Abstimmung“ mit Frankreich zu den Grundzügen der internationalen Beziehungen Monacos vorgesehen. Seither baut Monaco seine diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten aus. Monaco unterhält 185 diplomatische Beziehungen (davon zu 163 Staaten und zu 22 Internationalen Organisationen) und hat 17 Botschafter*innen, die Monaco in 29 Staaten und bei 15 Internationalen Organisationen vertreten.
Die Beziehungen zur EU sind eng: Monaco ist seit 1997 Mitglied der EU-Zollunion, seit 2000 nimmt Monaco an der Warenverkehrsfreiheit des EU-Binnenmarkts und über Frankreich am Schengen-Raum teil. Der Euro ist Zahlungsmittel. Auch an der 2012 in Kraft getretenen SEPA-Union (Single European Payment Area) beteiligt sich Monaco. Am 1. Januar 2017 trat ein Abkommen zwischen EU und Monaco in Kraft, das einen automatischen Informationsaustausch zur verbesserten Einhaltung der Steuervorschriften vorsieht. Zahlungsmittel in Monaco ist der Euro.
Ab Mai 2026 wird Monaco erstmals für 6 Monate den Vorsitz des Europarats übernehmen.
Deutschland ist nach Italien der wichtigste Handelspartner Monacos in der EU und macht 11% der monegassischen Importe aus. Umgekehrt exportiert Monaco 9% seiner Waren nach Deutschland, hinter Italien (23%) und Großbritannien (12%). Ausgenommen von dieser Statistik ist Frankreich, da es mit Monaco eine Zollunion unterhält.
Themen der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes sind für das Staatsoberhaupt und die Regierung Monacos prioritär, insbesondere der Schutz der Meere. Monaco ist bestrebt, sich als ein Vorreiter in diesem Bereich zu etablieren, u.a. durch hochrangige Teilnahme an internationalen Klimakonferenzen (Fürst Albert II nahm an der COP30 im November 2025 in Brasilien teil). Im Rahmen der im Juni 2025 in Nizza stattgefundenen United Nations Oceans Conference, richtete Monaco das Blue Economy and Finance Forum aus.
Die Einwohnerzahl Monacos beträgt 38.423 (Stand: 2025). Knapp ein Viertel der Bevölkerung besitzt die monegassische Staatsangehörigkeit, etwas über drei Viertel setzt sich aus über 100 Nationen zusammen, mehrheitlich französische und italienische Staatsangehörige. Etwa 2% sind Deutsche.
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