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Wirtschaft und Sicherheit: Außenminister Wadephul reist zum strategischen Dialog nach Marokko

Stadtansicht von Rabat

Stadtansicht von Rabat © imageBROKER.com

29.04.2026 - Artikel

Ob Nahost-Konflikt oder Sahel-Krise – Marokko spielt dank seiner Gesprächskanäle eine wichtige Rolle. Zudem ist das Land unser zweitgrößter Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Dieses Potential wollen wir weiter ausschöpfen. Worum es beim strategischen Dialog noch geht, erfahren Sie hier.

Wir leben in einer Welt, in der eine Krise auf die nächste folgt. Deshalb ist es so wichtig, starke Partner wie Marokko zu haben, die sich für Sicherheit und Stabilität sowie eine regelbasierte internationale Ordnung mit den Vereinten Nationen im Zentrum einsetzen. Seit 70 Jahren pflegen Deutschland und Marokko diplomatische Beziehungen. Und wir wollen unsere Partnerschaft weiter stärken und ausbauen. Dazu trifft Außenminister Wadephul seinen marokkanischen Amtskollegen zum strategischen Dialog, der alle zwei Jahre in Deutschland oder Marokko stattfindet. Dieses Mal treffen sich die Außenminister in der marokkanischen Hauptstadt Rabat.

Dazu sagte Außenminister Wadephul vor seiner Abreise:

Beim strategischen Dialog mit meinem Amtskollegen Nasser Bourita steht eine große Breite internationaler Fragen auf der Agenda. Marokko hat sich bereit erklärt, an der Umsetzung des 20-Punkte-Plans für Gaza und einer internationalen Sicherheitstruppe mitzuwirken. Das zeigt seine stabilisierende Rolle in der Region, die wir hoch schätzen und auf die wir zählen. Mit Marokko teilen wir auch das Ziel einer Stabilisierung der Sahel-Region, um dort Krisen- und Fluchtursachen einzudämmen.

Marokko ist aber nicht nur ein regionaler Stabilitätsanker, sondern auch ein echtes wirtschaftliches Powerhouse. Über 300 deutsche Unternehmen investieren in Marokko. Die junge und gut ausgebildete Bevölkerung ist ein echter Standortvorteil – gerade für technologisch anspruchsvolle Branchen wie den Automobilsektor und die Luftfahrt. Außenminister Wadephul wird vor Ort einen Automobilzuliefererbetrieb besuchen, um sich ein Bild davon zu verschaffen, wie wir das enorme Potential unserer Wirtschaftsbeziehungen noch stärker ausschöpfen können. Dazu wird der Außenminister auch von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Dazu sagte Außenminister Wadephul vor seiner Abreise:

Bereits jetzt ist Marokko unser zweitgrößter Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Und gerade bei unseren Wirtschaftsbeziehungen gibt es noch großes weiteres Wachstumspotenzial: mit Blick auf erneuerbare Energien, bei kritischen Rohstoffen oder beim Thema Wasserstoff. Marokkanische Fachkräfte sind zudem etwa im deutschen Gesundheits- und Pflegewesen eine wertvolle Stütze.

Weitere wichtige Themen auf der Agenda des strategischen Dialogs sind die Zusammenarbeit in den Bereichen Fachkräfteeinwanderung und Migration, der Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität sowie Terrorismus.

Last but not least wird es beim Besuch des Außenministers auch um Fußball gehen. Denn die Marokkanerinnen und Marokkaner sind mindestens ebenso fußballbegeistert wie wir. Und das ganze Land blickt bereits jetzt mit großer Vorfreude auf die WM 2030, die Marokko gemeinsam mit Portugal und Spanien ausrichten wird. Gemeinsam mit Sportbotschafter Karim Bellarabi, der die Brücken zwischen unsere beiden Länder auf ganz besondere Weise verkörpert, wird Außenminister Wadephul einen Trainingszentrum zur Nachwuchsgewinnung besuchen.

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