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Libyen: Politisches Porträt

03.03.2026 - Artikel

Libyen ist laut Verfassungserklärung von 2011 eine Republik mit parlamentarischer Demokratie.

In Folge des Sturzes von Machthaber Gaddafi 2011 kam es in Libyen immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen und politischer Instabilität. Ein Waffenstillstand hält seit Oktober 2020, die politische Spaltung des Landes dauert aber an.

Seit 2021 besteht die vom Libya Political Dialogue Forum (LPDF) gewählte Übergangs-Einheitsregierung, die Regierung der Nationalen Einheit (Government of National Unity, GNU) unter der Führung von Premierminister Abdul Hamid Mohammed Dbeiba. Gleichzeit übernahm der Vorsitzende des aus drei Mitgliedern bestehenden Präsidialrates und somit formelle Staatsoberhaupt, Präsident Mohammad Younes Mnefi, die Amtsgeschäfte.

Die für Dezember 2021 geplante Präsidentschaftswahlen wurden verschoben und haben seither noch immer nicht stattgefunden. Seit März 2022 besteht die durch das House of Representatives ernannte Parallelregierung in Ostlibyen, dies verdeutlicht die anhaltende Fragilität der politischen Lage in Libyen und unterstreicht die Notwendigkeit demokratischer Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im ganzen Land.

In der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen für 2024 liegt Libyen auf Platz 1137 von 180.

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