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Im Einsatz für den Frieden

22.02.2018 - Video

Im Einsatz für den Frieden

Friedenseinsätze haben viele Facetten. Es können Schutzräume für die Schwächsten sein, eine Grundversorgung mit Nahrung und Medizin, aber auch Vermittlung und Dialog gehören dazu.

Die Suche nach Frieden ist ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik. Neben militärischen und Polizeikräften entsendet Deutschland eine Vielzahl ziviler Helfer in die Einsätze auf der ganzen Welt. Jeder Konflikt ist anders. Das stellt auch die Helfer vor immer neue Herausforderungen.

Carsten Wieland - Senior Expert for Intra-Syrian Talks:

„Manchmal sind es gewisse Momente, die entscheidend sind. Wo man in ganz kurzer Zeit wichtige Entscheidungen treffen muss. Was einerseits die Freiheit mitbringt in einem so politischen Job, aber andererseits auch eine sehr hohe Verantwortung.“

Derzeit ist deutsches Zivilpersonal in 50 Friedenseinsätzen weltweit aktiv.

Lisa Reefke - Political Affairs Officer UNMISS in Juba:

„Nach meinen Erfahrungen im Südpazifik und im Nahen Osten wollte ich doch auch gerne dort arbeiten, wo die Vereinten Nationen die meisten Friedensmissionen haben, nämlich in Afrika. Ich habe mich dort für ein Land entschieden, was gerade unabhängig geworden ist, Südsudan. Dort wollte ich eigentlich beim Staatenaufbau mithelfen. Dann kam es im Land 2013 leider zu einem Bürgerkrieg. Wir haben dann dort den Friedensprozess aktiv unterstützt und machen das bis heute.“

Das Aufgabenspektrum der zivilen Einsatzkräfte ist breit. Einsätze im Feld gehören zur Tagesordnung.

Moritz Meier-Ewert - Special Assistant Political Affairs:

„Die Arbeit ist sicherlich anstrengend und die Tage können sehr lang sein. Das Arbeitspensum ist oft unvorhersehbar. Es wird generell erwartet, dass man mit ganzem Herzen dabei ist.“

Lisa Reefke - Political Affairs Officer UNMISS in Juba:

„Man weiß morgens nicht, was einen erwartet. Man arbeitet schon auch im Büro. Gerade Berichterstattung und Zusammenfassung von Analysen. Aber um Analysen schreiben zu können, muss man sich natürlich auch informieren.“

Carsten Wieland - Senior Expert for Intra-Syrian Talks:

„Riad, Dubai, Kairo, Beirut. Dann Familie in Berlin oder Auswärtiges Amt in Berlin und dann wieder Genf.“

Deutschland ist viertgrößter Beitragszahler für das Budget für UN-Friedenseinsätze und zweitgrößter Beitragszahler für das Budget der OSZE.

Moritz Meier-Ewert - Special Assistant Political Affairs:

„Ich glaube, Friedensmissionen sind ein besonderes Beispiel, weil das Situationen sind in denen die UNO am meisten politischen Einfluss an einem Fall hat im Vergleich zu Ländern, wo keine Friedensmission ist. Das ist eine Herausforderung und auch interessant zu sehen, diese politische Arbeit der UNO.“

Deutschland fördert über die zivilen Einsatzkräfte politische Lösungen, ohne die ein dauerhafter Frieden nicht möglich ist.

Carsten Wieland - Senior Expert for Intra-Syrian Talks:

„Ich erinnere mich, dass meine Tochter letztes Jahr, als sie fünf war, am Telefon hatte. Ich war damals in politischen Gesprächen. Sie hatte mich angerufen und geweint, warum ich nicht zu Hause bin. Ich habe dann versucht zur erklären, dass ich in Genf arbeiten muss, damit die Kinder in Syrien bald wieder zur Schule gehen können, etwas zu essen haben und nicht ihre Häuser verlassen müssen, weil sie bombardiert werden und auch ihre Teddybären zurückbekommen. Und das hat sie dann verstanden.“

Aktuelle Stellenangebote bei VN-Friedensmisionen sowie weiteren internationalen Organisationen finden Sie auf: www.jobs-io.de

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