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Sicherheitshinweise

13.11.2017 - FAQ

Bitte haben Sie Verständnis, dass Fragen, die in diesem Katalog bereits mit der entsprechenden Antwort aufgeführt sind, nicht individuell beantwortet werden.

FAQ

Das Auswärtige Amt bietet auf seiner Internet-Seite für jedes einzelne Land aktuelle Informationen zur Sicherheitslage. Nutzen Sie die Auswahlmöglichkeiten und gelangen Sie direkt zu den Informationen über Ihr Reiseland.

Zweck der Sicherheitshinweise ist es, Sie kurz und knapp auf Besonderheiten in Ihrem geplanten Reiseland aufmerksam zu machen, die Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit bei der Vorbereitung und ggf. Durchführung Ihrer Reise unbedingt beachten sollten. Die Entscheidung, ob Sie die Reise antreten möchten, liegt aber allein bei Ihnen. Eine Beratung, ob das geplante Reiseland für Sie das richtige Reiseziel ist, ist dem Auswärtigen Amt leider nicht möglich.

In manchen Fällen kann es hilfreich sein, den Reiseveranstalter direkt anzusprechen. Dieser verfügt oft über Mitarbeiter, die sich direkt oder relativ nahe an Ihrem geplanten Reiseort aufhalten. Insbesondere bei Naturkatastrophen (z.B. Waldbrände, Vulkanausbruch) können diese die Lage unter Umständen besser einschätzen als die Mitarbeiter der deutschen Auslandsvertretung, die in großen Ländern oft Hunderte oder gar Tausende Kilometer von Ihrem geplanten Reiseort entfernt ist.

Gute Reiseführer enthalten neben einer Vielzahl praktischer Informationen auch Hinweise auf Informationsangebote im Internet, die eine Recherche über die aktuelle Lage erleichtern.


Die in einem Sicherheitshinweis enthaltenen Informationen gelten jeweils für das ganze Land. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass für einzelne Landesteile besondere Hinweise zu beachten sind. Ist dies der Fall, so ist dies im Sicherheitshinweis gesondert erwähnt. Sind im Sicherheitshinweis keine einzelnen Regionen hervorgehoben, so bedeutet dies, dass der Sicherheitshinweis für das ganze Land gilt.

In dringenden Angelegenheiten wenden Sie sich bitte telefonisch an das Auswärtige Amt (Telefon 03018-17 0). Die Telefonzentrale ist 24 Stunden besetzt. Dort wird man Sie mit dem zuständigen Referat verbinden und Ihnen auch außerhalb der Dienstzeiten weiterhelfen können.

Die Gewährleistung der Sicherheit im eigenen Luftraum obliegt grundsätzlich dem jeweiligen Nationalstaat.

Die Nationalstaaten veröffentlichen dazu im Rahmen eines standardisierten Verfahrens Sicherheitshinweise. Diese stehen allen Luftfahrtunternehmen zur Verfügung, die beabsichtigen, das Hoheitsgebiet des jeweiligen Staates an- oder überzufliegen. Die so verbreiteten Hinweise werden vor jedem einzelnen Flug in der Flugplanung zwingend berücksichtigt.

In der Bundesrepublik Deutschland ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (www.bmvi.de) für Fragen zur Luftraumsicherheit federführend zuständig.

Welches sind „sichere“ Fluggesellschaften?

Eine Liste, welche Fluggesellschaften „sicher“ sind, führt das Auswärtige Amt nicht. Zuständig für Fragen der Luftsicherheit ist das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig. Bei dessen Bürgertelefon (Tel. 0531/ 23 55 100, Mo-Fr 9-12 Uhr) können Sie sich informieren, welche Fluggesellschaften Sie bedenkenlos nutzen können und welche nicht.

Website des Luftfahrtbundesamts

Um Informationen zur Qualität einzelner Fluggesellschaften zu erhalten, empfiehlt sich u.U. auch eine Kontaktaufnahme mit der für Ihr Bundesland zuständigen Verbraucherzentrale.

Verbraucherzentralen

Auf dem folgenden Link finden Sie eine Liste der Luftfahrtunternehmen, gegen welche in der EU eine Betriebsuntersagung ergangen ist:

Liste der EU

Die Reisehinweise des Auswärtigen Amts enthalten Informationen zu den für Reisende relevanten Besonderheiten eines Landes, den Einreisebestimmungen in fremde Länder, zu Zollvorschriften und strafrechtlichen Vorschriften und zu medizinischen Hinweisen.

Sicherheitshinweise machen in den Ländern, in denen es erforderlich erscheint, auf länderspezifische Risiken für Reisende und Deutsche im Ausland aufmerksam. Den Sicherheitshinweisen wenden wir seit den Ereignissen des 11. September 2001 und dem Anstieg der terroristischen Bedrohung besondere Aufmerksamkeit zu. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Sie können je nach Einschätzung der Sicherheitslage die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf sie zu verzichten.

Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt (Teilreisewarnung). Deutsche, die in diesem Land/dieser Region leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert. Die Reisewarnung ersetzt den Sicherheitshinweis.

Reise- und Sicherheitshinweise

Die Sicherheitshinweise sowie ggf. Reisewarnungen werden vom Auswärtigen Amt erstellt. Sie basieren auf allen dem Auswärtigen Amt verfügbaren und für vertrauenswürdig erachteten Informationen.

In dieses Lagebild gehen insbesondere die Berichte der örtlich zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein. Entscheidendes Kriterium dafür, welche Informationen in die Sicherheitshinweise aufgenommen werden, ist die Sicherheit der Reisenden wie auch der Deutschen vor Ort, die gegenüber allen anderen Überlegungen Vorrang hat.

Die Auslandsvertretungen und das Auswärtige Amt überprüfen die Sicherheitshinweise regelmäßig. Aktuelle Ereignisse (z.B. Unruhen, Naturkatastrophen, Überfälle auf Touristen, Gefahr durch Terrorismus) werden schnellstmöglich eingearbeitet. Ein älteres Datum bedeutet nicht, dass der Sicherheitshinweis bzw. die Reisewarnung nicht mehr aktuell ist, sondern bedeutet stattdessen, dass die Informationen weiterhin gültig sind.

Die Informationen können schnell, bei Bedarf auch mehrmals am Tage, aktualisiert werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir bei plötzlichen Schadensereignissen u.U. etwas Zeit für eine neue Bewertung der Lage benötigen. Sobald alle erforderlichen Informationen vorliegen, wird der aktualisierte Sicherheitshinweis bzw. ggf. die Reisewarnung umgehend veröffentlicht.

Die weitere Entwicklung einer Naturkatastrophe (z.B. Waldbrände) ist meist von äußeren Faktoren (Wind, Wetter, etc.) abhängig, die nicht oder nur schwerlich vorhergesagt werden können. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Erstellung eines Sicherheitshinweises, der exakt die aktuelle Lage an Ihrem Reiseort beschreibt, in einem solchen Fall nicht möglich ist.

Insbesondere bei einer Naturkatastrophe, die sich in einem u.U. weit von der nächsten deutschen Auslandsvertretung entfernten Landesteil ereignet, stehen auch dem Auswärtigen Amt oft nur Informationen aus Agenturmeldungen zur Verfügung.

In manchen Fällen kann es daher zusätzlich hilfreich sein, den Reiseveranstalter direkt anzusprechen. Dieser verfügt oft über Mitarbeiter, die sich direkt oder relativ nahe an Ihrem geplanten Urlaubsort aufhalten. Diese Mitarbeiter können die Lage unter Umständen besser einschätzen als die Mitarbeiter der deutschen Auslandsvertretung, die weit vom Katastrophenort - insbesondere in einem Land mit großer Flächenausdehnung - entfernt sein können.

Ja, auf der Internet-Seite des Auswärtigen Amts bieten wir Ihnen die Möglichkeit, per Email einen Newsletter zu abonnieren.

Sobald sich ein Sicherheitshinweis ändert, erhalten Sie diesen dann automatisch per Email.

Newsletter abonnieren

Außerdem können Sie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts als RSS-Feeds abonnieren.

Die Entscheidung, in welches Land Sie reisen wollen, liegt ganz allein in Ihrer Verantwortung. Zwar gibt das Auswärtige Amt zur Erleichterung Ihrer Entscheidung Sicherheitshinweise und - wenn erforderlich - Reisewarnungen heraus. Die Sicherheitshinweise und Reisewarnungen sind jedoch darauf beschränkt, auf erkennbar schwere Risiken für Reisende und ortsansässige Deutsche aufmerksam zu machen. Alltagsgefährdungen werden nicht erfasst, daher kann auch keine Empfehlung für ein sicheres Reiseland ausgesprochen werden.

Für Länder oder bestimmte Teile eines Landes, in denen eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht, werden Reisewarnungen (Teilreisewarnungen) ausgesprochen. Deutsche, die in diesem Land leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Eine aktuelle Übersicht der Reisewarnungen finden Sie hier:

Aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt unterstützt Sie bei Ihren Reiseplanungen durch seine Sicherheitshinweise. Die Verantwortung für Ihre Entscheidung, ob Sie die Reise antreten wollen, kann es Ihnen nicht abnehmen.

Für manche Länder besteht eine konkrete Reisewarnung. Eine Übersicht finden Sie auf der nachfolgend eingestellten Seite. In allen Fällen liegt die Entscheidung, ob Sie die Reise antreten, jedoch ganz bei Ihnen.

Aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Ob eine Reise kostenfrei storniert werden kann oder nicht ist eine reiserechtliche Frage, die vom Auswärtigen Amt nicht beantwortet werden kann.

Generell gilt, dass vor Antritt einer Pauschalreise der Reisende jederzeit die Möglichkeit hat, ohne Angabe von Gründen vom Reisevertrag zurückzutreten. Er ist allerdings dann verpflichtet, dem Reiseveranstalter eine „angemessene Entschädigung“ zu zahlen (Stornogebühr, § 651 i BGB).

Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessen, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann. Eine vertragliche Pauschalierung in Form eines Prozentsatzes vom Reisepreis ist zulässig, solange sie angemessen ist.

Eine Kündigung des Reisevertrags ist sowohl vor als auch nach Reiseantritt zulässig, wenn die Reise durch höhere Gewalt im Zielland erheblich gefährdet wird und dies im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbar war (§ 651 j BGB). Der Reiseveranstalter hat dann für auf dem Reisevertrag beruhende Kosten Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des Anteils des Reisepreises, der auf bereits erbrachte oder noch zu erbringende Leistungen entfällt; solche Kosten fallen jedoch häufig vor Reiseantritt nicht an. Eventuelle Mehrkosten für die Rückreise sind von Reisendem und Reiseveranstalter je zur Hälfte zu tragen; sonstige Mehrkosten trägt der Reisende.

Über die Frage des Vorliegens der höheren Gewalt und einer erheblichen Gefährdung entscheiden die Gerichte im Wege der freien Beweiswürdigung. Hierbei werden unter anderem zur Prüfung der Voraussetzungen des § 651 j BGB regelmäßig die Sicherheitshinweise und ggf. die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts durch die Gerichte herangezogen.

Bei Krieg oder Kriegsgefahr, inneren Unruhen und Naturkatastrophen gehen die Gerichte in der Regel von einem Fall höherer Gewalt aus.

Liegt für ein Land eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vor, so wird von den Gerichten meist anerkannt, dass ein Fall erheblicher Gefährdung vorliegt. Spricht der Hinweis nur von einem „erhöhten Risiko“, so wird von den Gerichten ein Fall einer erheblichen Gefährdung verneint. Wird auf einzelne, örtlich begrenzte Risiken hingewiesen und berührt die Pauschalreise diese nicht, so reicht dies ebenfalls nicht für die Annahme einer erheblichen Gefährdung.
Es ist aber nicht so, dass nur dann eine erhebliche Gefährdung vorliegt, wenn das Auswärtige Amt vor Reisen warnt. Die Frage, ob höhere Gewalt vorliegt, kann im Streitfall letztlich nur gerichtlich geklärt werden.

Letztendlich ausschlaggebend ist nicht die Reisewarnung des Auswärtigen Amts, sondern die juristische Frage, ob höhere Gewalt und eine erhebliche Gefährdung vorliegt. Dies ist im Einzelfall zu klären. Wenn Sie Ihre bereits gebuchte Urlaubsreise nicht mehr antreten möchten, müssen Sie sich direkt mit Ihrem Reisebüro bzw. Reiseveranstalter in Verbindung setzen und eventuelle Alternativen diskutieren (Umbuchung?). Um zu erfahren, welche Möglichkeiten bestehen, können Sie Ihre Überlegung, eventuell von der Reise zurückzutreten, auch zuerst mit einer Verbraucherschutzzentrale oder einem Rechtsanwalt erörtern. Eventuelle Kosten übernehmen oft Rechtsschutzversicherungen. 

Beachten Sie auch die Hinweise und Informationen des Europäischen Verbraucherschutzzentrums Deutschland:

Europäisches Verbraucherschutzzentrum Deutschland EVZ

Alle Deutschen, die sich - auch kurzzeitig - im Ausland aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Maßnahme. Es empfiehlt sich, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit - falls erforderlich - in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufgenommen werden kann.

Die Eintragung in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts ermöglicht es, Sie im Krisenfall ggf. über konkrete Empfehlungen zu Verhaltensweisen, Sammelpunkten und evtl. Evakuierungswegen ortsspezifisch zu informieren, die über unsere Reise- und Sicherheitshinweise hinausgehen.
Diese sollten Sie unabhängig von Ihrer Eintragung verfolgen. Sie können sie auch für einzelne oder mehrere Länder als Newsletter abonnieren oder per Gratis-App Sicher Reisen verfolgen.

Die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste erfolgt über die Seite http://elefand.diplo.de.

Die Aufnahme erfolgt passwortgeschützt im Online-Verfahren.

Sie werden künftig automatisch in regelmäßigen Abständen aufgefordert werden, Ihre Angaben zu bestätigen bzw. zu aktualisieren. Damit sollen Vollständigkeit und Aktualität der Registrierungen im Sinne einer wirksamen Krisenvorsorge und -bewältigung sichergestellt werden.
Bitte beantworten Sie die Ihnen automatisch zugehenden Aufforderungen deshalb im eigenen Interesse. Sollten Sie bei der Online-Registrierung auf Schwierigkeiten stoßen, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit einer kurzen Erläuterung.

Wann kann ich mit einer Reisewarnung rechnen?

Das Auswärtige Amt und die deutsche Auslandsvertretung vor Ort beobachten insbesondere krisenhafte Entwicklungen, die sich in einem Reiseland ergeben können, sehr genau. Seit den Terroranschlägen vom 11. September, aber auch bei Naturkatastrophen oder Epidemien, wird besondere Aufmerksamkeit auf die Aktualität und Zuverlässigkeit der Sicherheitshinweise und Reisewarnungen verwandt. Diese können je nach Einschätzung der Sicherheitslage die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf sie zu verzichten. Gegebenenfalls wird vor Reisen in bestimmte Regionen gewarnt.

Insbesondere bei Naturkatastrophen oder Epidemien, deren weitere Entwicklung meist von äußeren Faktoren (Wind, Wetter bzw. Qualität des Erregers, etc.) abhängig ist, ist eine Vorhersage über den weiteren Verlauf nur schwerlich möglich. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass eine Voraussage, wie sich die Sicherheitshinweise entwickeln und ob und wann ggf. das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Ihr Reiseland herausgeben wird, nicht möglich ist.

Eine Reisewarnung wird nur ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Eine Übersicht über die aktuell bestehenden Reisewarnungen finden Sie hier:

Aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Bitte beachten Sie, dass es in jedem Fall Ihre eigene Entscheidung ist, ob Sie Ihre Reise antreten oder ob Sie von der Reise zurücktreten. Besteht der Wunsch, von der Reise zurückzutreten, so können Sie diesen nur mit Ihrem Reisebüro oder Ihrem Reiseveranstalter besprechen.

Weitere Informationen

Ausführliche Hinweise für Deutsche im Ausland finden Sie unter
www.konsularinfo.diplo.de

Kleiner Ratgeber für Ihre Urlaubsplanung - Wir wollen, dass Sie sicher reisen.

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