Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe zum Welttag der humanitären Hilfe

19.08.2026 - Pressemitteilung

Zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August erklärt Dr. Lars Castellucci, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe:

Humanitäre Helferinnen und Helfer retten jeden Tag Leben. Wo Menschen unter Krieg, Hunger oder Naturkatastrophen leiden, stehen sie ihnen bei und riskieren dabei immer häufiger ihr eigenes Leben. Die meisten der 350 humanitären Helferinnen und Helfer, die 2025 getötet wurden, waren lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind die Ersten vor Ort, tragen die Hauptlast der humanitären Arbeit und das größte Risiko. Ihnen gilt heute mein besonderer Dank.

Weltweit sind 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, gleichzeitig fehlen Milliarden, um auch nur die dringendsten Bedarfe zu decken. Weitere Kürzungen in diesem Bereich wären falsch. Humanitäre Hilfe ist kein Luxus. Sie rettet Leben und sie ist eine menschliche Verpflichtung. Deshalb bleibt Deutschland ein verlässlicher Partner der humanitären Hilfe. Dafür stellen wir in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Doch Geld allein reicht nicht. Humanitäre Helferinnen und Helfer müssen die Menschen in Not auch erreichen können. In immer mehr Konflikten wird das humanitäre Völkerrecht missachtet und werden Zivilisten sowie zivile Infrastruktur angegriffen. Auch Helferinnen und Helfer selbst werden zu Opfern. Wer Menschen hilft, darf nicht zur Zielscheibe werden.

Humanitäre Hilfe macht einen Unterschied. Sie ermöglicht Menschen, in ihrer Heimat zu bleiben, sie verhindert, dass Krisen weiter eskalieren, und sie trägt zu einer stabileren Welt bei. Das liegt auch in unserem Interesse. Es ist und bleibt richtig, Menschen in größter Not zu helfen.

Schlagworte

nach oben