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Grußwort von Außenminister Sigmar Gabriel anlässlich der Diskussionsveranstaltung "Nachkommen von NS-Tätern und NS-Verfolgten im Dialog"

06.11.2017 - Rede

Vielen Dank für die Einladung und die freundliche Begrüßung. Ich bin gerne gekommen, weil mich das Thema zugegebener Maßen nicht nur politisch, sondern auch persönlich sehr interessiert.

An alle herzlich willkommen im Auswärtigen Amt im Lesesaal. Die Geschichte des Auswärtigen Amtes im Nationalsozialismus ist hier vorgestellt worden.

Der Umgang in Deutschland mit Tätern und Opfern, mit der Geschichte derjenigen, die entweder Kinder von Tätern oder von Opfern oder scheinbar Unbeteiligten sind, ist ja keine ganz neue Erfahrung. Allerdings stand sie nicht am Anfang der Republik. Eigentlich haben wir eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Rolle der Deutschen als Bürger, als Beteiligte, als Mitläufer, als Täter so richtig erst begonnen mit den Ausschwitz-Prozessen in Frankfurt zwischen 1963 und 1965. Wenn man mal einen Eindruck bekommen wollte, wie schwierig das in den ersten Jahren gewesen ist, in einer Gesellschaft, die froh war, wenn sie alles verdrängen konnte und sich auf den Wiederaufbau konzentriert hat, der konnte das in mehreren Filmbeiträgen über Fritz Bauer nachvollziehen. Dem damaligen Generalstaatsanwalt in Hessen, der mit großen Widerständen zu kämpfen hatte, um überhaupt nationalsozialistischen Tätern habhaft zu werden.

Seit den 60er Jahren und natürlich auch in der Studentenbewegung haben wir das Erinnern an die Nationalsozialisten und ihre Verbrechen entwickelt, an das was Menschen anderen Menschen antun können. Das Erinnern auch an die Bedingungen, unter denen das möglich ist, gehört inzwischen zu der Staatsraison in Deutschland. Im Unterricht, in der Forschung, im Umgang mit Nachbarstaaten, im Fernsehen, all das ist inzwischen möglich geworden.

Am 27. Januar begehen wir jedes Jahr im Deutschen Bundestag mit einer Gedenkveranstaltung den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz.

In all diesen Jahren gab es auch immer Gegendruck, gab es immer Streit. Man muss gar nicht zurückgehen bis zur berühmten Schlussstrichdebatte, die es ja in Deutschland mehrfach gegeben hat. Dieser Streit ist bei weitem nicht zu Ende.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich als junger Mensch 1978 an einer Demonstration in meiner Heimatstadt Goslar für die Öffnung des noch immer erhaltenen spätmittelalterlichen jüdischen Friedhofes demonstriert habe. Für die Tatsache, dass wir das als junge Leute machten, wurden wir 1978 noch vom Staatsschutz beobachtet, als sei das ein revolutionärer Akt zur Gefährdung der Bundesrepublik!

10 Jahre später, 1988, hat meine Heimatstadt zum ersten Mal eine Gedenktafel für die nach Ausschwitz deportierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens errichtet. Dabei hat sich übrigens gezeigt, wie wenig sie sich damit auseinandergesetzt hat. In dem Gedenkstein wurden die Geburtstage der Betroffenen mit einem Stern gekennzeichnet und das vermutete Sterbedatum mit einem Kreuz. Was den letzten anwesenden Überlebenden der jüdischen Bürger zu einem im wahrsten Sinne des Wortes Ohnmachtsanfall geführt hat. Bis heute kann man diesen Makel, sozusagen diese Dummheit und die damit natürlich auch offenbar gewordene Verweigerung der Auseinandersetzung, sehen. Ich habe meiner Heimatstadt seit Jahren empfohlen, diesen Stein auszutauschen.

In meiner Schule war es hochumstritten, den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung zu empfinden. In der offiziellen Lesart war das der Tag der Niederlage. Erst mit der Rede des großen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, 1985, hat sich das endlich geändert. Und in meiner Schulzeit, zumindest in meiner Realschule, endete der Geschichtsunterricht vor dem Beginn des ersten Weltkrieges, was etwas mit der politischen Auffassung des damaligen Geschichtslehrers zu tun hatte.

Ganz aktuell sehen wir, dass es innerhalb der politischen Kultur in Deutschland möglich ist, dass jemand, der gewählter Repräsentant ist, eine 180-Grad-Wendung in der Erinnerungskultur in Deutschland fordert. Was kann das eigentlich anderes sein, als sich nicht mehr erinnern zu wollen!

Das zeigt auch, dass auch in einem Land, das seit den 70er Jahren stolz auf seine Auseinandersetzung mit diesem Thema sein kann, dies nicht unumstritten und nicht selbstverständlich ist. Dass das immer wieder bestritten werden kann und sich immer wieder auch andere Interpretationen durchsetzen könnten, wenn es nicht eine gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber gäbe.

Wie schwierig das ist, habe ich jedenfalls in meiner politischen Biografie immer mal wieder erleben dürfen. Bis Mitte der 80er Jahre z. B. trafen sich in Bad Harzburg hunderte Angehörige der ehemaligen SS-Division Leibstandarte Adolf Hitler. Und weil man in Deutschland ja auch nach dem 2. Weltkrieg Ordnung hält, war die Mannschaft in einem Hotel, die Unteroffiziere in einem anderen, die Offiziere in einem dritten untergebracht. Die Störenfriede waren wir, die das unmöglich fanden, dass sich eine Verbrecherorganisation in einem deutschen Ort treffen kann.

Was mit Erinnern zu tun hat, ist immer streitbefangen, gerade weil ein Land der Täter auch immer ein Land der Opfer ist.

Was haben die Vergasungen im Vernichtungslager Chelmno, Massenerschießungen in Babyn Jar, was hat der Hungertod tausender Griechen oder auch Russen, Bürger der damaligen Sowjetunion, was haben die Euthanasie-Versuche der Nazis mit uns heute, mit jedem Einzelnen zu tun?

Das Ende des Zweiten Weltkriegs ist eben 72 Jahre her und Kinder, die sich heute mit dieser Frage auseinandersetzen, waren damals nicht mal geboren. Was haben meine Eltern, meine Großeltern, manchmal die Urgroßeltern, damit zu tun, was haben sie gemacht, wie haben sie es erlebt? Die Frage betrifft viele, aber natürlich mit dem Laufe der Zeit empfindet man diese manchmal auch familiäre Betroffenheit natürlich ganz anders als wenn es sich noch um die direkte Generation von Vätern und Müttern handelte.

Der Zweite Weltkrieg ging 1939 eben nicht von irgendwoher aus, sondern aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Die nationalsozialistischen Massenverbrechen und Kriegsgräuel der folgenden sechs Jahre haben in Europa und weit darüber hinaus in den Gesellschaften und bis in die einzelnen Familien hinein Spuren hinterlassen und es ist fast schon ein Wunder, dass diesem Land die Gnade zuteil geworden ist, relativ kurz nach diesen Verbrechen wieder eingeladen zu werden, an den Tisch der zivilisierten Völker der Welt zurückzukehren. Ich finde das immer noch beeindruckend, dass Europäer, durch deren Länder gerade eben die brandschatzenden und mordenden Deutschen gezogen waren, uns kurz nach dem 2. Weltkrieg einluden, die Europäische Union zu gründen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Frankreich, in Belgien, in Italien, in den Niederlanden besonders populär gewesen ist. Das waren mutige Leute, die dieses Europa mit Deutschland gründen wollten und manchmal muss man die Deutschen heute daran erinnern, welchen Mut die damals Anderen gehabt haben, Deutschland nach Europa zu bringen.

Damals ging es den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ums Leben, weil sie wussten, dass der Nationalismus, wie Francois Mitterand uns später mal gesagt hat, immer Krieg bedeutet.

Also ein großes Wunder, dass nach all diesen Verbrechen wir wieder eingeladen wurden. Aber eben auch eine große Verantwortung für egal welche Generation, sich deshalb daran zu erinnern. Nicht um schwere Komplexe zu perpetuieren - das wird man jungen Leuten kaum erklären können. Sondern die Verantwortung dafür im Bewusstsein zu halten, und zwar nicht nur als allgemeinen Glaubenssatz, sondern in der praktischen Arbeit, von der Politik bis hin zu Vereinen, bis in die Alltagskultur unserer Familien und unseres Umgangs miteinander.

Ob Deutschland ein Tätervolk oder ein Volk von Tätern ist, ob es eine Kollektivschuld gibt oder nicht, das ist ja vielfach diskutiert, verworfen, und wieder aufgegriffen worden.

Aber gleichwohl ist die Frage, wer ein Täter ist, lange nicht abgeschlossen. Die Täterforschung und – Identifizierung dauert zurecht an. Ich halte es für eine große Schande unseres Landes, dass wir es immer noch nicht geschafft haben, die jedenfalls noch lebenden Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist wichtig, dass die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main Anklage gegen einen jetzt 96-Jährigen wegen Beihilfe zum Mord erhoben hat. Aber wie immer das Urteil aussehen wird, er jedenfalls wird in seinem verbleibenden Leben keine gerechte Strafe mehr bekommen für das, was man ihm vorwirft.

Heute geht die Forschung von 200.000 bis 250.000 Tätern des Holocaust im engeren Sinne aus, also Deutschen und Österreichern. Hinzu kommt eine große Zahl von an NS-Verbrechen direkt oder indirekt Beteiligten, sowie der ausländischen Kollaborateure – in Ost- wie Westeuropa.

Wer - abgesehen von den Hauptkriegsverbrechern, die bald nach Kriegsende noch durch die Alliierten abgeurteilt wurden, übrigens auch relativ schnell wieder freigelassen wurden, weil man sie scheinbar brauchte, jedenfalls nach damaliger Auffassung – wer also als Täter gesehen wird, ist damit auch vom historischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext abhängig und die Aufarbeitung dieser Fragen dauert bis heute an.

Das Auswärtige Amt hat die Frage, welche Rolle seine Diplomaten im nationalsozialistischen Deutschland gespielt haben, erst sehr spät beleuchtet. 2012 wurde der Bericht der Unabhängigen Historikerkommission „Das Amt und die Vergangenheit“ hier im Lesehof vorgestellt.

Beim Blick auf die Opfer und Verfolgten gibt es Gott sei Dank inzwischen wenig Raum für Interpretationen.

60 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg getötet, eine unvorstellbar große Zahl, die Hälfte von ihnen übrigens Zivilisten. 6 Millionen ermordete Jüdinnen und Juden. Es ist heute unvorstellbar, in Form einer industriellen Vernichtung, das Räderwerk dieses durchorganisierten Massenmordes ist bis heute unvorstellbar. Natürlich auch unvorstellbar dabei ist der Verlust an Leben und Menschlichkeit. Dazu kommt der unwiederbringliche Schaden, der Kultur und Gesellschaft zugeführt wurde. Die Vertreibungen, Enteignungen, Zerstörungen von Eigentum und Identität.

Kurz, der Zweite Weltkrieg führte zu einem beispiellosen Bruch in der Geschichte.

1945 war eben nichts mehr, wie es einmal war.

Was das in den Familien bedeutet, das in der Tat habe ich bei mir selber erleben können. Im Alter von 16 Jahren habe ich feststellen müssen, dass mein Vater ein Nationalsozialist ist und das war er, bis er vor drei Jahren gestorben ist, bis zum letzten Tag seines Lebens.

Ich wusste nicht, wieviel NS-Literatur es in Deutschland gibt. Erst beim Auflösen seines Haushaltes habe ich einen Einblick darin bekommen. Ich weiß nicht, ob es irgendeine Broschüre gibt, die er nicht abonniert hatte und an andere Leute versandt hat. Er war übrigens ein geduldetes Mitglied des öffentlichen Dienstes bis zu seiner Verrentung. Man konnte in Deutschland, wenn man Postbeamter war, Briefträger, damals noch beamtet, entlassen werden, wenn man der DKP angehörte. Aber am Beispiel meines Vaters können Sie sehen, dass er ein gläubiger Nationalsozialist sein konnte und Amtsrat hier in Deutschland in der öffentlichen Verwaltung werden, bleiben und davon natürlich auch noch Pension beziehen konnte. Gleichzeitig habe ich eine Tochter, deren Großvater Jude war. Er ist später zum Katholizismus übergetreten, er kam aber aus einer jüdischen Familie, deren Grabsteine Sie alle hier in Weißensee auf dem jüdischen Friedhof sehen können. Bis auf eine Generation, die ist mit dem letzten Transport aus Berlin, dem Fabriktransport, nach Ausschwitz gebracht worden. Die Großmutter meiner ältesten Tochter war auch eines der Opfer von Mengele, das haben wir bei einem Besuch in Yad Vashem herausfinden können.

Also in einer Familie Ausschwitzleugner und Auschwitzopfer. Sie werden sich vorstellen können, dass einen das umtreibt und man sich überlegt, wie man damit selber umgeht. Daher geht mir das Thema in der Tat persönlich nah und deshalb freue ich mich darüber, dass wir hier nun Gelegenheit haben, über die geänderten Bedingungen zu sprechen, unter denen dieses Erinnern heute stattfindet.

Es gibt ja doch ganz wesentliche Veränderungen gegenüber der Zeit nach den Ausschwitzprozessen. Wir werden auf immer weniger authentische Berichte von Zeitzeugen auf Täter- und Verfolgtenseite zurückgreifen können. Bei meiner ersten Gedenkstättenreise mit der Aktion Sühnezeichen nach Ausschwitz konnte ich jedenfalls noch mit einem sozialdemokratischen Häftling aus meiner Heimatstadt sprechen. Der übrigens nur ein einziges Mal an Selbstmord gedacht hat, nämlich als er Rentner wurde und zum Landesversicherungsamt ging und Rente beantragen wollte, auch für seine Haftzeit, immerhin von 1936-45. Und der Beamte ihn fragte, wie er belegen könne, dass er dort nicht zu Recht in Auschwitz gewesen sei. Da hat er das erste Mal überlegt, sich aufzuhängen. Er hätte praktisch prozessieren müssen in Deutschland, um das als Versicherungszeit anerkannt zu bekommen.

Diese Zeitzeugen der Massenvernichtung einerseits, aber auch des Umgangs damit in der neuen Bundesrepublik stehen uns bald nicht mehr zur Verfügung.

Aber es geht noch um mehr, unsere Gesellschaft verändert sich. Heute leben in Deutschland Menschen aus aller Herren Länder. Ein Teil davon aufgewachsen in Ländern, in denen sie Antisemitismus quasi mit der Muttermilch verabreicht bekommen haben. Und wenn man Schülerinnen und Schüler dazu bewegen kann, ihre wirkliche Meinung zu sagen und sie nicht aus Angst vor der Autorität zu verschweigen, gibt es welche, die sagen: „was haben wir eigentlich damit zu tun? Unsere Eltern kommen aus der Türkei, aus Marokko, aus Syrien. Wieso tragen wir Verantwortung für diesen Teil der deutschen Geschichte?“ In einer Migrationsgesellschaft müssen wir das Thema noch in einem ganz anderen Zusammenhang betrachten. Dass eine Identifizierung mit Deutschland stattfindet, die über einen formellen Pass hinausgeht. Dieses Land ist eben nicht irgendein Land. Nicht nur, was das Thema Nationalsozialismus angeht. Es ist ein ganz konkretes Land, mit bestimmten Vorstellungen über das Zusammenleben hier, mit einer Identität, die sich aus der Verfassung bildet. Diese Verfassung hat ihre eigentlichen Wurzeln in der Zeit des Nationalsozialismus und der Weimarer Republik. Deshalb ist auch das eine große Herausforderung.

Ich erinnere mich, als ich Vorsitzender der SPD war, schrieb Thilo Sarrazin ein Buch mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab“. Darin ist die Eugenik wiederbelebt worden. Es findet sich der erstaunliche Satz, die Eugenik sei in der ersten Hälfte des 20. Jh sehr populär gewesen und er könne nicht verstehen, warum dies in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht mehr der Fall gewesen sei. Was das im Grunde bedeutet, ist lediglich dem leider zu früh verstorbenen Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirmmacher aufgefallen. Der Rest hat das für eine denkbare Meinungsäußerung gehalten, obwohl das ganze Grundgesetz geschrieben wurde, um die Verbindung von sozialen mit genetischen Fragen zu verhindern, und zwar, weil die Väter und Mütter des Grundgesetzes den Nürnberger Ärzteprozess noch vor Augen hatten.

Sie beide, Frau Granzow-Rauwald und lieber Herr Gantz, Sie beide haben sich ausführlich mit der Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte sowie den Auswirkungen auf Ihr persönliches Leben beschäftigt und reflektieren eben diese gesellschaftliche Auseinandersetzung aus einer ganz persönlichen Betroffenheit oder jedenfalls aus Erfahrungen in den eigenen Familien. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme leistet damit Pionierarbeit – Sie bauen direkte Beziehungen zwischen Menschen auf, den Nachkommen von Tätern und Opfern. Ich wünsche Ihnen weiter viel Kraft bei Ihrer Arbeit, sich immer wieder diesen Herausforderungen zu stellen und dafür zu sorgen, dass in Deutschland eben keine Kultur entsteht, in der darüber in Zukunft nicht mehr gesprochen werden soll.

Die Gedenkstätte Neuengamme löst damit auch den Wunsch von Shimon Peres ein, der 2010 am Holocaustgedenktag vor dem Bundestag den Wunsch äußerte: „Die Jugend muss sich erinnern, darf nicht vergessen, und muss wissen, was geschehen ist. Sie darf niemals, wirklich niemals, an etwas anderes glauben, sich andere Ziele setzen als Frieden, Versöhnung und Liebe.“ Jemand, der der höchste Repräsentant des Volkes war, dessen Vernichtung sich Deutschland zum Ziel gesetzt hatte, erhebt den Anspruch, in Deutschland, im deutschen Bundestag, nicht nur auf Aussöhnung und Frieden, sondern auf gegenseitige Liebe. Das muss bis heute auf uns beschämend wirken, denn umgekehrt hätte man sich solche Aussagen vor Jahrzehnten wahrscheinlich nicht vorstellen können. Und deshalb glaube ich, ist dieser Wunsch von Shimon Peres ein guter Auftrag für uns alle, und dass wir ein so kluges Projekt hier heute vorgestellt bekommen, dafür danke ich herzlich und wünsche Ihnen einen interessanten und hoffentlich nachwirkenden Abend. Alles Gute.

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