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Außenminister Steinmeier zum Tod von Hildegard Hamm-Brücher

09.12.2016 - Pressemitteilung


Die Nachricht vom Tod von Hildegard Hamm-Brücher erfüllt mich mit großer Trauer. Wir verlieren mit ihr eine der ersten Frauen, die sich im Auswärtigen Amt und weit darüber hinaus für Demokratie und Freiheitsrechte eingesetzt hat.

Nach langen Jahren in politischer Verantwortung, zunächst in Hessen und dann auf Bundesebene, war Frau Hamm-Brücher von Dezember 1976 bis September 1982 Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

Dankbar blicke ich zurück auf den großen persönlichen Einsatz, mit dem sie viele Jahre lang für unsere Außenpolitik gewirkt hat.

Im Bundestag erhob Frau Hamm-Brücher ihre Stimme für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Mit ihrem politischen Mut und ihrem unermüdlichen Engagement war sie selbst das beste Beispiel dafür.

Auch durch ihr ehrenamtliches Engagement hat Frau Hamm-Brücher unsere Gesellschaft maßgeblich geprägt: Aktiv im Deutschen Evangelischen Kirchentag, im Jüdischen Zentrum München, im Förderverein Demokratisch Handeln, bei Human Rights Watch und dem Goethe Institut rief sie zu Verständigung und Versöhnung auf und wurde mit wichtigen Preisen geehrt.

Frau Hamm-Brücher hinterlässt uns mit der Theodor-Heuss-Stiftung, die auf ihre Initiative gegründet wurde, dem „Hildegard Hamm-Brücher-Förderpreis für Demokratie lernen und erfahren“ und dem „Münchner Bürgerpreis gegen Vergessen – für Demokratie“ zur Erinnerung an die Herrschaft der Nationalsozialisten und zur Stärkung der Demokratie bleibende Appelle für Verantwortung in unserer Gesellschaft.

Frau Hamm-Brücher wird uns ein Vorbild bleiben!

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