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Auswärtiges Amt unterstützt das "Committee on Missing Persons in Cyprus"

16.02.2015 - Pressemitteilung

Das Auswärtige Amt stellt 100.000 Euro zu Verfügung, um die Arbeit des „Committee on Missing Persons in Cyprus“ (CMP) zu unterstützen. Dazu erklärte der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, heute (16.02.):


Ich freue mich sehr, dass wir die wichtige Arbeit des ‘Committee on Missing Persons in Cyprus‘ (CMP) durch unsere Zuwendung unterstützen können. Bei meinem Besuch in Zypern im September 2014 war ich von der engagierten Arbeit der Organisation sehr beeindruckt.

Die Aufgabe des CMP ist es, die sterblichen Überreste der im Zuge der Kämpfe und Vertreibungen von 1963/64 und 1974 vermissten Personen zu finden, diese – teilweise aus Massengräbern – zu exhumieren und durch DNA-Analysen zu identifizieren. Für die vielen Familien, die über so lange Zeit die schreckliche Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen ertragen mussten, ist diese Arbeit von unschätzbarem Wert. Die Übergabe der sterblichen Überreste an die Hinterbliebenen und die abschließende Bestattung können dabei helfen, einen langjährigen und schmerzhaften Trauerprozess abzuschließen. Unsere finanzielle Unterstützung wird dazu dienen, weitere Schicksale zu klären.

Deutschland setzt sich entschieden für eine einvernehmliche Lösung des Zypernkonflikts ein. Das CMP nimmt für die Aussöhnung beider Bevölkerungsteile der Insel eine vorbildliche Rolle ein und trägt auch zur Konfliktbewältigung und Krisenprävention bei. Es ist – wie auch von den Vereinten Nationen immer wieder hervorgehoben – eine wirksame vertrauensbildende Maßnahme, die die Verhandlungen zur Lösung der Zypernfrage unterstützt.

Nach 2005 und 2008 stellen wir dem CMP zum dritten Mal Geldmittel zur Verfügung. Damit unterstreicht die Bundesregierung, dass die Überwindung der Teilung Zyperns nach wie vor ein bedeutendes Anliegen deutscher Europapolitik ist und leistet einen sichtbaren und nachhaltigen Beitrag zum politischen Dialog in Zypern.

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