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Außenminister Steinmeier zur gemeinsamen Reise mit Frankreichs Außenminister Fabius

23.04.2014 - Pressemitteilung

Außenminister Steinmeier sagte heute (23.04.) in Berlin vor der gemeinsamen Reise mit seinem französischen Amtskollegen Fabius nach Moldau, Georgien, Tunesien und Paris:

Inmitten der Krise in der Ukraine reisen wir nach Moldau und Georgien, um uns ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Die tiefe Beunruhigung, mit der unsere östlichen Partner die Situation in ihrem Nachbarland Ukraine beobachten, nehmen wir sehr ernst.

Deutschland und Frankreich setzen weiterhin alles daran, zur Entschärfung des Konflikts in der Ukraine beizutragen. Wir sind uns einig, dass alle diplomatischen Mittel genutzt werden müssen, um die Genfer Vereinbarung jetzt mit Leben zu füllen. Die Uhr tickt. Jede weitere Eskalation macht eine Lösung des Konflikts immer schwieriger.

Auch wenn die östlichen Partner Europas derzeit viel politische Energie binden, dürfen wir unsere südliche Nachbarschaft nicht aus den Augen verlieren.

In Tunis haben die Umbrüche in der arabischen Welt vor mehr als drei Jahren ihren Anfang genommen. Tunesien ist bislang das einzige Land in der Region, das wichtige Etappen auf dem Weg zu Demokratie und einer starken Zivilgesellschaft gemeistert hat. Der Mut und die Entschlossenheit der Menschen in Tunesien verdienen unsere volle Unterstützung.

Das Gedenken an den Ersten Weltkrieg richtet den Blick nicht nur zurück, sondern ausdrücklich auch nach vorn. Die verheerenden Folgen des Versagens der Diplomatie sind uns Warnung und Auftrag zugleich. Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam erinnern und gemeinsam Zukunft gestalten.

Weitere Informationen

Vom 23. bis 25. April werden Außenminister Steinmeier und Fabius in Chisinau, Tiflis und Tunis ausführliche Gespräche mit hochranigen Vertretern der Regierung und der Opposition führen.


In Paris steht das gemeinsame Gedenken an den Ersten Weltkrieg mit der Teilnahme an der Veranstaltung '1914 - 2014 / Vom Versagen und Nutzen der Diplomatie' im Mittelpunkt.

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