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Finanzierung gesichert für neue Straßenbahn über den Rhein: Straßburg und Kehl rücken noch näher zusammen

10.12.2013 - Pressemitteilung

Nach den Zusagen aus Deutschland und Frankreich zur Finanzierung einer verlängerten Tramlinie über den Rhein betonen die beiden Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, dies trage dazu bei, die Menschen am Oberrhein noch näher zusammenzubringen.

Nach den kürzlich erfolgten Zusagen aus Deutschland und Frankreich, die Finanzierung für die Verlängerung der Tramlinie vom französischen Straßburg ins deutsche Kehl sicherzustellen, erklärten die beiden Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, die Staatsminister Michael Georg Link (Deutschland) und Thierry Repentin (Frankreich) heute:

Das große Projekt einer Straßenbahnverbindung über den Rhein zwischen Straßburg und Kehl nimmt Gestalt an. Von Beginn an haben wir uns für dieses im wahrsten Sinne des Wortes brückenbauende Vorhaben eingesetzt. Die neue Verbindung wird nicht nur den Verkehr über die Europabrücke entlasten. Sie wird auch dazu beitragen, die Menschen am Oberrhein einander noch näher zu bringen. Die grenzüberschreitende Straßenbahn setzt einen weiteren starken Impuls für diese dynamische europäische Region beiderseits des Rheins.

Wir begrüßen es sehr, dass eine gemeinsame Finanzierung Deutschlands und Frankreichs dieses zukunftsträchtige Projekt möglich gemacht hat. Unser besonderer Dank gilt dem Land Baden-Württemberg und dem Stadt-Umland-Verband von Straßburg für ihr Engagement und ihre finanzielle Beteiligung. Ganz besonders freuen wir uns auch über den substanziellen Beitrag, den die Europäische Union über den INTERREG-Fonds Oberrhein für dieses Vorhaben beisteuert. Dies ist ein weiteres Beispiel, wie sehr Europa zu Verbesserungen im Alltag unserer Bürger beiträgt.

Ergänzende Informationen:

Die elsässische Metropole Straßburg hat mit der baden-württembergischen Grenzstadt Kehl den Ausbau der Straßburger Tramlinie D über den Rhein hinweg bis nach Kehl vereinbart. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs haben dieses Kooperationsprojekt durch völkerrechtliche Vereinbarung im Frühjahr 2012 genehmigt.

Die Kosten werden von beiden Seiten anteilig getragen. Zur Aufbringung des deutschen Anteils stellt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Mittel in Höhe von ca. 19 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bereit. Kostenträger auf deutscher Seite sind außerdem das Land Baden-Württemberg und die Große Kreisstadt Kehl. Auf französischer Seite sieht der Finanzierungsplan Beiträge des Staates (in Höhe von 10 Millionen Euro), des Regionalrats des Elsass', des Generalrats des Départements Bas-Rhin und des Stadt-Umland-Verbands Straßburg vor. Hinzu kommen Mittel aus dem INTERREG-Programm Oberrhein der Europäischen Union.

Die Bauarbeiten sollen im Laufe des Jahres 2014 beginnen. Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Errichtung einer neuen Rheinbrücke, die eine weitere Verkehrsverbindung zwischen beiden Städten und Staaten ermöglicht.

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