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Menschenrechtsbeauftragter Löning besucht syrische Flüchtlinge in Jordanien

31.07.2012 - Pressemitteilung

Markus Löning, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, hat sich heute (31.7.) in Jordanien ein Bild von der Lage der syrischen Flüchtlinge gemacht. Er erklärte dazu in Jordaniens Hauptstadt Amman:

Wie die Jordanier über 100.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen haben, verdient unsere besondere Anerkennung und fortgesetzte Unterstützung.
Besonders bewegt hat mich das Engagement vieler einzelner Jordanier. Sie haben Flüchtlinge bei sich aufgenommen und leisten freiwillige Hilfe bei der Versorgung und medizinischen Behandlung.
Was die UN-Hilfsorganisationen in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben, hat mich sehr beeindruckt. Das THW leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag für die Wasserversorgung der Flüchtlinge. Damit die Hilfsorganisationen ihre Aufgabe wirkungsvoll erfüllen können, müssen ihnen die nötigen finanziellen Mittel auch weiter zur Verfügung gestellt werden.
Ich habe heute zwei Camps und ein Krankenhaus besichtigt, mit Flüchtlingen gesprochen und mir ein eigenes Bild von der Lage gemacht. Auch wenn die Grundversorgung fraglos gesichert ist, muss mehr dafür getan werden, dass der Aufenthalt in den Flüchtlingslagern für die Menschen erträglicher gestaltet wird.
Die internationale Gemeinschaft steht hier in der Pflicht. Sie muss dafür sorgen, dass die Kinder, Frauen und Männer, die vor der Gewalt in Syrien fliehen, aufgenommen und versorgt werden.

Löning hat heute das Flüchtlingslager Za'atari in der Grenzregion zu Syrien besucht, das mit deutscher Hilfe aufgebaut wird. Das Technische Hilfswerk THW baut dort die gesamte Wasserversorgung für das auf bis zu 120.000 Flüchtlinge ausgelegte Lager auf. Das Auswärtige Amt hat bislang Mittel in Höhe von 11,5 Millionen Euro für die Versorgung der Opfer des Syrienkonflikts bereit gestellt.

Markus Löning setzt morgen seinen Besuch mit Gesprächen in Amman fort. Er wird unter anderem mit Jordaniens Außenminister, Nasser Judeh, und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen zusammen treffen. Am Nachmittag reist er nach Libanon weiter, um sich auch dort über die Lage der syrischen Flüchtlinge zu informieren.

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