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Menschenrechtsbeauftragter Löning: Freilassung von kasachischem Theaterregisseur Atabayev wichtiger Schritt

05.07.2012 - Pressemitteilung
„Ich freue mich sehr, dass Bolat Atabayev vorgestern aus der Haft entlassen wurde. Die kasachischen Behörden haben offensichtlich die Appelle der internationalen Gemeinschaft und auch der Bundesregierung gehört. Sie haben damit einen wichtigen Schritt getan.

Als OSZE-Mitglied hat sich Kasachstan auf demokratische Prinzipien verpflichtet. Regierung und Justiz müssen die Rechte ihrer Bürger schützen. Ich fordere sie auf, insbesondere Meinungs- und Versammlungsfreiheit in vollem Umfang zu garantieren.

Ich hoffe sehr, dass Bolat Atabayev nun auch nach Weimar reisen kann, um dort am 28. August 2012 die Goethe-Medaille entgegen zu nehmen.“

Hintergrundinformationen:


Am 3. Juli 2012 wurde der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabayev aus der Haft entlassen. Er war am 15. Juni 2012 festgenommen worden, seit Januar war gegen ihn wegen „Aufstachelung zum sozialen Unfrieden“ ermittelt worden. Tatvorwurf war eine öffentliche Ansprache, die er kurz vor den gewalttätigen Ausschreitungen im Zusammenhang mit einem Ölarbeiterstreik in der westkasachischen Stadt Schanaosen am 16. Dezember 2011 gehalten hatte.

Seine Verhaftung war bei Vertretern aus Politik und Kultur in Deutschland auf große Besorgnis gestoßen und hatte zu zahlreichen Aufrufen an die kasachischen Behörden zur sofortigen Freilassung geführt.

Bolat Atabayev hat sich als langjähriger künstlerischer Direktor des Deutschen Theaters in Almaty um die deutsch-kasachischen Kulturbeziehungen sehr verdient gemacht. Er soll am 28. August 2012 in Weimar mit der Goethe-Medaille des Goethe-Instituts ausgezeichnet werden.

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