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Nooke fordert anlässlich des morgigen Qualifikationsspiels der Fußball-Nationalmannschaft in Aserbaidschan die Freilassung zweier Oppositioneller

11.08.2009 - Pressemitteilung

Am 08. Juli wurden in Aserbaidschan die beiden Oppositionellen Emin Milli und Adnan Hajizade unter dem Vorwurf des „Hooliganismus“ verhaftet. Beide waren, friedlich in einem Cafe sitzend, zuerst von zwei Personen verprügelt und dann von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Anschließend wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Untersuchungshaft von zwei Monaten angeordnet, eine Beschwerde gegen diese Anordnung wurde verworfen. Beide sitzen bis heute in Untersuchungshaft.

Emin Milli hatte unmittelbar vor diesen Ereignissen dem ZDF ein Interview gegeben, in dem er sehr ausführlich und deutlich zur Lage der Menschenrechte in Aserbaidschan Stellung genommen hatte.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt Günter Nooke hat Aserbaidschan am 9. und 10. Juli besucht. Emin Milli war als sein Dolmetscher vorgesehen. Der Beauftragte konnte die Inhaftierten während seines Aufenthalts in Baku besuchen und hat sich mehrfach gegenüber staatlichen Stellen Aserbaidschans für die Freilassung eingesetzt.

Morgen wird die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 2010 in Baku austragen. Aus diesem Anlaß erklärte Günter Nooke:

„Sport, und ganz besonders Fußball, verbindet Menschen und Völker. Ein Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft sollte aber auch Anlass sein, sich mit dem Land des Gastgebers näher auseinander zu setzen. Die menschenrechtliche Situation in Aserbaidschan ist insgesamt nicht zufriedenstellend.

Ich habe im Rahmen meiner Reise selbst erlebt, dass kritische junge Oppositionelle wie Emin Milli und Adnan Hajizade durch offenbare „Inszenierungen“ und zweifelhafte Verfahrenverhaftet wurden. Dieser Fall darf nicht unter den Teppich gekehrt werden! Ich fordere die Regierung in Baku nochmals auf, Emin Milli und Adnan Hajizade freizulassen.“

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