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Bundesaußenminister Steinmeier fordert Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt

19.03.2009 - Pressemitteilung

Bundesaußenminister Steinmeier unterstützt das Anliegen des "Equal Pay Day" (Tag der Entgeltgleichheit), der am 20. März 2009 zum zweiten Mal in Deutschland begangen wird. Ein breites Aktionsbündnis will mit diesem "Gedenktag" auf die großen Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern in Deutschland aufmerksam machen – und sie überwinden.

Bundesaußenminister Steinmeier erklärte heute (19.03.) zum Ziel des "Equal Pay Day":

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - das klingt selbstverständlich, ist aber noch längst nicht Realität. Der morgige "Equal Pay Day" erinnert daran, dass es auch in unserem Land noch erhebliche Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Voraussetzungen zu schaffen, damit sich diese Lohnschere schließt. Hierzu gehören eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine größere Anzahl von Frauen auch in naturwissenschaftlich-technischen Berufen und nicht zuletzt deutlich mehr Frauen in den Führungsetagen von Politik und Wirtschaft. Ich halte Fortschritte in diesen Bereichen für essentiell, um die Modernisierung unseres Landes voranzubringen und seine Zukunftsfähigkeit zu sichern."

Die Idee für einen "Equal Pay Day" stammt aus den USA, wo ihn die amerikanischen "Business and Professional Women" bereits Mitte der Neunziger Jahre etablierten.

Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es in allen europäischen Staaten. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland nur auf einem hinteren Platz: In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union beträgt der geschlechterbezogene Einkommensunterschied im Durchschnitt 17,4 Prozent. In Deutschland beträgt die Lohnlücke 23 Prozent.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: Frauen arbeiten häufig als Geringverdiener, arbeiten in Branchen, in denen das Entgeltniveau niedriger ist, und sind seltener in gut bezahlten Führungspositionen vertreten.

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